105 Spitzenrestaurants ausgezeichnet

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21. November 2014

Michelin-Sterne funkeln über Holland

Mit einer Rekordzahl von 14 Sternen sind Restaurants der niederländischen Hauptstadt Amsterdam ausgezeichnet worden. Dies wurde am Montag, 17. November, bei der offiziellen Verleihung der Michelin-Sterne für die Niederlande in Maastricht bekanntgegeben. Demzufolge erhalten insgesamt 105 Restaurants in Holland die begehrte Auszeichnung für Spitzengastronomie. Fünf Küchenchefs schweben neu im „Sternenhimmel“.

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Mit einer Rekordzahl von 14 Sternen sind Restaurants der niederländischen Hauptstadt Amsterdam ausgezeichnet worden. Dies wurde am Montag, 17. November, bei der offiziellen Verleihung der Michelin-Sterne für die Niederlande in Maastricht bekanntgegeben. Demzufolge erhalten insgesamt 105 Restaurants in Holland die begehrte Auszeichnung für Spitzengastronomie. Fünf Küchenchefs schweben neu im „Sternenhimmel“.

Wie in Maastricht bekanntgegeben wurde, können sich insgesamt 84 Restaurants mit einem Stern schmücken. Drei Lokale in Amsterdam, Nuenen und Harderwijk rücken in die Zwei-Sterne-Kategorie auf. Damit gibt es nun 19 niederländische Zwei-Sterne-Häuser, ebenfalls ein Rekord. Die Zahl der Drei-Sterne-Häuser bleibt mit zwei unverändert. An der Spitze der ausgezeichneten niederländischen Provinzen steht weiterhin unangefochten Nordholland mit 31 Sternerestaurants, zu  denen nun vier neu dazugekommen sind.

Eigenes Menü in Zusammenarbeit mit dem Koch

Zu den Dreisterne-Restaurants in den Niederlanden zählen weiterhin „De Leest“ in Vaasen (Gelderland) und „De Librije“ in Zwolle (Provinz Overijssel). In der Bibliothek eines alten Klosters zeichnet sich De Librije unter der Leitung von Chefkoch Jonnie Boer besonders durch seine Bodenständigkeit in der Produktwahl und zugleich durch Experimentierfreudigkeit in der Zusammenstellung aus. Authentische regionale Produkte werden im Zusammenspiel mit neuen Kochtechniken ausprobiert: „Nach 20 Jahren entfernen wir uns von der traditionellen Menüwahl und geben Gästen die Möglichkeit, ihr eigenes Menü zusammenzustellen“, so sein Credo. Besonders beliebt sind seine Librije Mini-Menüs. Die von den Gästen selbst gewählten saisongerechten Zutaten komplettiert der Koch mit regionalen Produkten und seinem Erfahrungsschatz – und gestaltet so acht individuelle Gerichte.

In einer alten Schusterei am Rande des Waldgebiets Veluwe begannen Jacob Jan Boerma und Kim Veldman 2002 mit dem Aufbau ihres Restaurants „De Leest“. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich daraus ein modernes Lokal, in dem nationale und internationale Gastronomen regelmäßig ein- und ausgingen. Schnell wurde es mit zwei Sternen ausgezeichnet, nun kommt eine weiterer hinzu.

Geschmacksexplosion: Wahre Gaumenfreuden

Neulinge im Zweisterne-Bereich gibt es vor allem in der größten Stadt des Landes: In Amsterdam überzeugten die Köche in „Librije’s Zusje“ die Michelin-Jury und ergänzten den bisherigen Stern um einen zweiten. Restaurants, die zum ersten Mal einen Stern erhielten, verteilen sich über das ganze Land: Fünf Küchen in Noordbrabant sowie in Nord- und Südholland widmen sich der gehobenen Cuisine.
In der mittleren Gourmetriege ist zum ersten Mal auch „De Lindehof“ aus Nuenen in der niederländischen Provinz Noordbrabant dabei – und darf sich nun mit zwei Sternen schmücken. Chefkoch Soenil Bahadoer verrät: „Früher, bei meinen Eltern zu Hause, war jeder herzlich willkommen. Ich möchte, dass auch meine Gäste diese Wärme spüren. Meine Gerichte aus französischer-mediterraner Küche bilden eine harmonische Zusammensetzung aus Geschmack, Geruch, Farbe und Form. So sollte jeder Biss eine wahre Geschmacksexplosion sein.“ Außerdem gibt er diese errungene Ehrung auch an sein Team weiter: „Wir sind unglaublich stolz auf unsere beiden Sterne, die wir unseren treuen Mitarbeitern und Gästen zu verdanken haben!“.  

Neue Aufsteiger in die Sternenklasse

Zwei Beispiele für Restaurants, die zum ersten Mal einen Stern erhalten haben, sind die Gourmetrestaurants „Ratatouille Food & Wine“ in Haarlem und „FG Food Labs“ in Rotterdam. Jozua Jaring, Chefkoch der Haarlemer Gourmetküche „Ratatouille“, erkochte sich mit seiner langjährigen Erfahrung nun einen Michelin-Stern für sein eigenes Restaurant. Das Restaurant  in Haarlem, das für moderne französische Küche steht, eröffnete der Meisterkoch im Jahr 2013. Neu ist die gehobene Küche für ihn aber nicht, denn zuvor war er Chefkoch im Zweisternerestaurant „Chapeau!“ in Bloemendaal sowie den Sternerestaurants „Hoop op D’Swarte Walvis“ in Zaandam und „Vis & Ko“ in Haarlem.

Einst fuhren hier die Schiffe den Osten ab, heute ist das so genannte „Lloydkwartier“ in Rotterdam ein Viertel geprägt von renovierten Hafengebäuden mit einer eindrucksvollen Aussicht auf das Wasser. In dem zeitgemäßen Hafengebiet betreibt Francois Geurds das ausgezeichnete Restaurant „FG Food Labs“. Sein Ziel ist es, Lebensmittel nachhaltig, pur und leidenschaftlich zubereiten. Geurds sagt: „Ich möchte meinen Gästen das Gefühl der Gastronomie, reinen Aromen und bleibenden Erinnerungen geben.“ Konservierte Produkte findet man nicht auf seiner Karte, wohl aber den jüngst erlangten Michelin-Stern. 

Wenn Kochen zur Kunst wird

Für Spitzenköche und Gourmets ist der Michelin-Stern das Maß aller Dinge, der das hohe Niveau der Küche krönt. Bereits Köche, die einen dieser Sterne ergattern konnten, heben sich deutlich von der durchschnittlichen Gastronomie ab und gelten als wahre Künstler auf ihrem Gebiet. Ein Stern bedeutet „ein sehr gutes Restaurant“, zwei Sterne würdigen „eine hervorragende Küche“. Drei Sterne – die höchste Auszeichnung – stehen für eine ausgezeichnete und abwechslungsreiche Küche inklusive ansehnlicher Weine und tadellosem Service in stilvoller Atmosphäre.

Vor sechs Jahren wurde zum ersten Mal ein Michelin-Führer allein über die Niederlande veröffentlicht, und auch die wachsende Anzahl hochkarätiger Küchen ist ein Beleg für die steigende Qualität niederländischer Restaurants.

Weitere Informationen: http://www.holland.com/de/tourist/urlaubsthemen/gastronomie.htm