Ausgezeichnet! Das Wattenmeer ist das schönste Naturgebiet der Niederlande

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8. November 2016

Auszeichnung für das Wattenmeer

Seit dem 31. Oktober steht offiziell fest: Das niederländische Wattenmeer ist das »Schönste Naturgebiet der Niederlande«. Bei einer landesweiten Abstimmung machte der nieder-ländische Teil des Wattenmeeres das Rennen vor dem Nationalpark De Hoge Veluwe bei Arnhem und dem südholländischen Nationalpark Hollandse Duinen (Holländi-sche Dünen). Von den abgegebenen knapp 88.000 Stimmen entfielen rund 15.000 auf das Watt – das waren mit Abstand die meisten!

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Seit dem 31. Oktober steht offiziell fest: Das niederländische Wattenmeer ist das »Schönste Naturgebiet der Niederlande«. Bei einer landesweiten Abstimmung machte der nieder-ländische Teil des Wattenmeeres das Rennen vor dem Nationalpark De Hoge Veluwe bei Arnhem und dem südholländischen Nationalpark Hollandse Duinen (Holländi-sche Dünen). Von den abgegebenen knapp 88.000 Stimmen entfielen rund 15.000 auf das Watt – das waren mit Abstand die meisten!

Vom 10. bis zum 31. Oktober um 13 Uhr war die niederländische Öffentlichkeit aufgefordert, für ihren Favoriten abzustimmen. Zu den 13 nominierten Naturgebieten gehörten unter anderem der National-park Oosterschelde in Zeeland, das friesische Süßwasser-Sumpfgebiet Weerribben-Wieden und die karibische Vulkaninsel Saba. Mit dieser Wahl möchte das Kabinett die niederländische Natur für in- und ausländische Besucher attraktiver machen. Jeder Gewinner erhält vom Wirtschaftsministerium einen Betrag in Höhe von 300.000 Euro.

Das Wattenmeer – the place to be

Staatssekretär Martijn van Dam (Wirtschaftsministerium) und Professor Pieter van Vollenhoven (Meeresökologe) gaben das Ergebnis der Wahl am Abend des 31. Oktober bekannt. Die Naturgebiete müssten sich über die Grenzen hinaus zu nationalen Ikonen entwickeln, wie es Amsterdam, Hollands Tulpen und das Rijksmuseum bereits seien, so der Wunsch Van Dams. Lindeboom fügte schmunzelnd hinzu: „Die Zugvögel dieser Welt wissen schon seit Jahrhunderten, dass das Wattenmeer ,the place to be’ ist!“

Mit dieser Auszeichnung steht das holländische Wattenmeer – von der Festlandsküste bis zu den fünf Inseln – nun ganz oben auf der Liste von Naturgebieten der Weltklasse. Das Gebiet umfasst insgesamt 40 Prozent der Oberfläche der Niederlande. Mehr als sechs Millionen Vögel überwintern oder brüten hier jährlich. Sie nutzen das Watt als Zwischenstation zur Nahrungsaufnahme auf ihrem Zug gen Süden – für sie ist das Wattenmeer überlebensnotwendig. Und auch rund 15.000 Seehunden bietet es einen Schutzraum. Nicht umsonst nahm das UNESCO-Welterbekomitee das Watt vom dänischen Esbjerg bis zum holländischen Den Helder im Jahr 2009 in die Liste des Kultur- und Naturerbes auf.

Das Wattenmeer – eine beispiellose Wildnis

Das holländische Wattenmeer hat Besuchern viel zu bieten. Knapp drei Millionen ausländische Touristen – vor allem aus Nordrhein-Westfalen und Flandern – besuchten das größte Naturgebiet der Niederlande im vergangenen Jahr. Unter dem Einfluss von Ebbe und Flut verändern sich Natur und Landschaft beständig und dem Besucher präsentiert sich stets ein neues, attraktives Bild: Die außergewöhnliche Natur der Wadden ist weltweit einzigartig.

Das Preisgeld soll insbesondere in Maßnahmen zum Schutz der Natur, zur Naturerziehung beispielsweise für Schulen und zum Ausbau von Erholungsangeboten angelegt werden. Zusätzlich sind landesweite und internationale Marketingkampagnen geplant.

Das Wattenmeer – ein geschützter Raum für alle

Besucher des Wattenmeeres sollen für das Wattengebiet sensibilisiert werden, bestehende Konzepte ausgebaut und neue umgesetzt werden. Ein schönes Beispiel für ein naturnahes Projekt ist etwa „Ruhe für Vögel, Raum für Menschen“, in dessen Rahmen Vogelwärter mit Wattenmeer-Liebhabern (meist nicht frei zugängliche) Orte besuchen, an denen Vögel brüten und Seehunde ihre Ruheplätze haben. Geplant ist auch ein Film à la „Die neue Wildnis“ von Ruben Smit; der Naturfilmer und Ökologe arbeitet bereits mit Hochdruck am Wattenmeer-Thema.

„Der Preis birgt auch einen Auftrag für uns alle“, so Professor Han Lindeboom, „sorgt gut für die Natur, damit wir uns alle weiterhin an ihr erfreuen können.“

Weitere Informationen auf www.holland.com