Domburg und Cadzand zu Heilbädern ernannt

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8. Dezember 2014

Wohlfühlen im Winter an Hollands Küste

Cadzand und Domburg sind die bisher einzigen niederländischen Orte, die die Qualitätskriterien des Europäischen Heilbäderverbandes für Thalasso-Therapie erfüllen. Die Strand-, Dünen- und Polderlandschaften bieten zudem sportliche, kulturelle und kulinarische Genüsse.

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Cadzand und Domburg sind die bisher einzigen niederländischen Orte, die die Qualitätskriterien des Europäischen Heilbäderverbandes für Thalasso-Therapie erfüllen. Neben Therapie- und Wellnessaktivitäten, bieten die Strand-, Dünen- und Polderlandschaften sportliche, kulturelle und kulinarische Genüsse. Zudem ist die Lage der beiden Kurbadeorte an der Küste der Provinz Zeeland gesund für Körper und Geist. Krankenkassen in vielen europäischen Ländern unterstützen bestimmte Aufenthalte für Präventivkuren in anderen Ländern und natürlich auch in den Niederlanden.

Kuraufenthalt zur kalten Jahreszeit

Der kleine Ort Cadzand an der niederländischen Küste teilt sich in Cadzand-Dorp, den Ortskern etwas weiter landeinwärts, und Cadzand-

Bad. Letzteres gilt nun offiziell als Kurort. Auch das bei Deutschen bekannte Domburg, gelegen auf der Insel Walcheren, ist im Herbst und Winter ein gemütlicher Rückzugsort direkt an der Nordsee. Die vielfältigen Strände von Domburg und Cadzand wurden mehrfach als „Schönster Strand der Niederlande“ ausgezeichnet. Die Strandabschnitte zählen alle zu den Top 10 Stränden Hollands.

Strandlandschaft sorgt für Erholung pur

Beide Heilbäder sind Orte der Erholung, die sich nicht nur auf das Kurieren ernsthafter Krankheiten spezialisieren. Ausgedehnte Spaziergänge durchs Grün, Blokarten und Bodyboarden am Strand, Radtouren durch die Polderlandschaft, Yoga in den Dünen, ein Besuch in der Sauna, im Spa oder im Fitnesszentrum – diese Angebote der Kurorte richten sich an alle, die im Winter Entspannung, Erholung und Abwechslung vom Alltag suchen.

Durch das Naturgebiet Het Zwin, das sich von Cadzand bis zum belgischen Ort Knokke zieht, führt ein Barfußpfad, auf dem Spaziergänger barfuß verschiedene Böden ertasten. Zudem gibt es in beiden Orten Kunst- und Büchermärkte sowie kleine Museen. In Domburg wohnte und arbeitete der Künstler Piet Mondrian – seine Spuren entdeckt man beispielsweise im „Marie Tak van Poortvliet Museum“, einem exakten Nachbau der Ausstellungsräume, die Mondrian ehemals nutzte. Verschiedene Aktivitäten wie Meditation, die Spiritualität und Selbstkenntnis fördern, werden in Cadzand angeboten.

Gesunde Luft, heilendes Wasser, natürliche Speisen

Die Seeluft, die in Domburg und Cadzand frisch von der Nordsee bläst, ist pollenarm und eignet sich deswegen bestens für Allergiker. Die hohe Luftfeuchtigkeit (durchschnittlich 77%) hat zudem einen guten Effekt auf die Atemwege. Sie sorgt außerdem dafür, dass das Sonnenlicht stark gefiltert wird. Der Körper kann so auf gesundem Wege Vitamin D anreichern. Mit hautfreundlichen 1.700 Sonnenstunden im Jahr liegt Zeeland deutlich über dem niederländischen Durchschnitt von 1.521 Stunden.

Die chemische und mikrobiologische Zusammensetzung des zeeländischen Meerwassers macht es offiziell zu „Heilwasser“. Es ist reich an Salzen, Mineralien und Organismen, und insgesamt von ausgezeichneter Qualität. Das renommierte internationale SGS Institut Fresenius hat dies wissenschaftlich bewiesen. Das heilende Meereswasser zeigt besonders bei Hautkrankheiten, Blutdruckproblemen, Magenbeschwerden und Rheuma seine Wirkung.

Auch gesunde Ernährung trägt dazu bei, sich rundum wohlzufühlen. Die Provinz Zeeland ist eine der kulinarischen Vorzeige-Regionen Europas: Meeresgemüse aus den Gewässern Zeelands, wie Queller und Salzaster, enthält Omega 3 und 6 Fettsäuren, wichtige Antioxidanten, Iod, Eisen, Magnesium, Natrium, Calcium und Vitamine A, C und E. Die Meeresarme Ooster- und Westerschelde sind zudem reich an Fisch- und Muschelarten. Da verwundert es nicht, dass die Grenzregion zwischen Zeeland und dem südlich liegenden Belgien weltweit die höchste Dichte an Sternerestaurants hat – insgesamt 25 an der Zahl. Das Hotelrestaurant Pure C direkt am Strand von Cadzand ist ein besonders gesunder Tipp: seit Kurzem arbeitet es an einem eigenen Dünengarten. Hier wachsen ausgewählte Kräuter und Pflanzen, die in den Dünen besonders gut gedeihen und heilende Wirkungen haben. Mitte 2015 wird der Garten fertig sein.

Römer, Königinnen und ein Pionier der Medizin

Die Badekultur der Region um Domburg und Cadzand entstand bereits zu römischen Zeiten. Im benachbarten Aardenburg stand auch damals schon ein Badehaus, das über verschiedene Räume mit Warm- und Kaltbadewasser verfügte. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts fuhren die ersten Briten zur Kur an die zeeländische Küste. Im Jahre 1866 begann der Bau des „Badhuis“ und eines Hotel-Restaurants in den Dünen von Cadzand. Für gut 50 Jahre waren sie die einzigen Bauten an der Küste.

Schon als Domburg noch hauptsächlich von Heringsfischern bewohnt war, hatten in dem beliebten Urlaubsort gesundheitsfördernde Fußbäder Tradition. 1834 kamen die ersten Damen aus entfernten Städten an die Küste und nutzen sogenannte Badekarren, um ungesehen und sittlich korrekt im Meer zu baden. Die fortschrittlichen Behandlungsmethoden in Domburg von Dr. Johann Georg Mezger, Gründer der modernen Physiotherapie, sprachen sich ab 1886 in Europa herum und so kamen auch die Königinnen von Rumänien und Schweden regelmäßig zur Erholung nach Zeeland.

Deutsche Krankenkassen übernehmen Kurkosten

Mit der EU-Richtlinie für grenzüberschreitende Gesundheitsdienstleistungen hat sich der touristische Markt auch für Gesundheitstouristen geöffnet. Besucher aus den Ländern, in denen Präventionsleistungen erstattet werden, können diese auch in den Niederlanden in Anspruch nehmen. Ein Gespräch mit der eigenen Krankenkasse sollte hierzu gesucht werden.

www.vvvzeeland.nl/heilsamer-seebadeort

www.holland.com

www.espa-ehv.eu