Große Hieronymus Bosch-Ausstellung

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15. Juli 2015

Große Hieronymus Bosch-Ausstellung

Die Stadt ´s Hertogenbosch gedenkt vom 13. Februar bis 8. Mai Hieronymus Bosch in einer Ausstellung.

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Das Het Noordbrabants Museum in der niederländischen Stadt ’s-Hertogenbosch zeigt vom 13. Februar bis zum 8. Mai 2016 die internationale Ausstellung Jheronimus Bosch - Visionen eines Genies.

  • Internationale Ausstellung Jheronimus Bosch - Visionen eines Genies
  • 20 Gemälde und 19 Zeichnungen
  • Höhepunkt des Veranstaltungsjahrs Hieronymus Bosch 500

Mit voraussichtlich 20 Gemälden (Holztafeln und Triptychen) und 19 Zeichnungen ist es die größte Übersichtsausstellung zu Hieronymus Bosch (ca. 1450-1516, ’s-Hertogenbosch) aller Zeiten. Die Ausstellung ist höchste Ehrbezeugung für diesen bedeutendsten Künstler des Mittelalters, den es in den Niederlanden gegeben hat: noch nie zuvor wurden derart viele Werke dieses „Schöpfers der Teufel” zusammengeführt. Einmalig kehrt der größte Teil seines Œuvres nach ’s‑Hertogenbosch zurück - jene Stadt, in der er als Jheronimus van Aken geboren wurde, in der er seine Meisterwerke schuf und aus deren Namen er seinen Künstlernamen herleitete. Die Ausstellung markiert den Höhepunkt des Nationalen Veranstaltungsjahrs Hieronymus Bosch 500, das im Jahre 2016 aus Anlass des 500. Todesjahres des Künstlers begangen wird.

Außerordentliche Anzahl von Leihgaben

Die Dutzenden von Leihgaben stammen aus führenden Museen der ganzen Welt, wie unter anderem dem Museo Nacional del Prado (Madrid), dem Museum Boijmans Van Beuningen (Rotterdam), der Gallerie dell'Accademia/Palazzo Grimani (Venedig) und dem Metropolitan Museum (New York). Unter den Leihgaben finden sich Werke wie Das Steinschneiden und die Versuchung des heiligen Antonius (Museo Nacional del Prado, Madrid), Das Narrenschiff (Musée du Louvre, Parijs), Der Tod des Geizhalses (National Gallery of Art, Washington) sowie der Einsiedler-Altar (Gallerie dell'Accademia, Venedig). Die der Ausstellung überlassene außerordentlich hohe Zahl von Leihgaben bietet den Besuchern die einzigartige Gelegenheit, die revolutionäre und phantasiedurchwirkte Bildsprache des Hieronymus Bosch gründlich zu studieren.

Hieronymus Bosch

Bildprägend sind bei Bosch die berühmten Fabelwesen, dämonischen Figuren, Engel und Heiligen, die seine Zeichnungen und Holztafeln bevölkern. Sein charakteristisches Werk, voller Illusionen und Sinnestäuschungen, wundersamer Ungeheuer und Albträume, visualisiert in unnachahmlicher Weise die großen Themen seiner Zeit: Verführbarkeit, Sünde und Bußfertigkeit. In der Zeit um das Jahr 1500 herum, beim Übergang vom Mittelalter zur Renaissance, spiegelte Bosch in seinen Gemälden und Bildern auf rätselhafte Art das Verhältnis zwischen Mensch, Welt und Schöpfer. Hieronymus Bosch gilt als genialer Künstler, der in seinem Werk Welten zeigte, die jenseits des Vorstellungsvermögens seiner Zeitgenossen lagen. Als Künstler zählt er zur absoluten Weltspitze, wirkte für die nachfolgenden Generationen als Vorbild und vermag junge Künstler bis auf den heutigen Tag zu inspirieren.

„Hieronymus Bosch ist der bedeutsamste und ursprünglichste Künstler des Mittelalters, den unser Land hervorgebracht hat. Es ist fantastisch, dass im Jahre 2016 der größte Teil seines Œuvres in seiner Geburtsstadt ’s-Hertogenbosch zu sehen sein wird. Grandios ist ferner, dass sich eine neue Generation mit seinem in jeder Hinsicht einzigartigen Werk vertraut machen kann.”

Charles de Mooij, Direktor des Het Noordbrabants Museum

Umfassende wissenschaftliche Forschung

Die Vorbereitungen zur Ausstellung im Het Noordbrabants Museum haben bereits im Jahr 2007 begonnen. Den Grundstein für die außergewöhnlichen Leihgaben legte das „Bosch Research and Conservation Project“ (BRCP) - ein ambitioniertes, umfassendes internationales kunsthistorisches Forschungsvorhaben, das gemeinsam mit der Stiftung „Stichting Jheronimus Bosch 500“ und der Radboud Universität in Nimwegen umgesetzt ist. Ein Team internationaler Experten, das innerhalb des BRCP zusammenwirkte, hat in den zurückliegenden sechs Jahren erstmals und weltweit praktisch das gesamte Œuvre des Altmeisters Bosch intensiv und systematisch erforscht und dokumentiert. Außerdem wurde in Fortführung dieser Erforschung und Vorbereitung der Ausstellung in 's-Hertogenbosch eine Vielzahl von Gemälden restauriert. Die Ergebnisse des „Bosch Research and Conservation Project“ bilden das Fundament der Ausstellung des Jahres 2016.

Bosch-Jahr 2016

Die Stadt ’s-Hertogenbosch, ihre Einwohner und Besucher gedenken des 500. Todesjahres des mit Hieronymus Bosch (ca. 1450-1516) wichtigsten mittelalterlichen Malers der Niederlande in Form der mehrjährigen, internationalen Kultur-Veranstaltungsreihe „Hieronymus Bosch 500“ bereits seit 2010 und tun dies bis zum 500. Todesjahr in 2016. Dank des als unerschöpfliche Inspirationsquelle wirkenden Œuvres von Hieronymus Bosch leben seine Zeit und Themen in unterschiedlichen festlichen Veranstaltungen wieder auf: erlesene Musik-, Tanz- Theater- und Zirkusproduktionen, Ausstellungen, Projekten im öffentlichen Raum, Lichtpräsentationen, Büchern, Spielen und Apps. Alles für (und mit) ein breites und vielfältiges Publikum aller Altersgruppen aus dem In- und Ausland. Hieronymus Bosch 500 lässt den berühmtesten Sohn der Stadt an den Ort zurückkehren, an dem er alles ersann und schuf - nach ’s-Hertogenbosch.

Danksagung

Die Ausstellung ist Teil der Veranstaltung „Hieronymus Bosch 500“ und erfreut sich der Unterstützung von unter anderem der Stadt ’s-Hertogenbosch, der Provinz Noord-Brabant, des Rijksdienst voor het Cultureel Erfgoed, des niederländischen Ministeriums für Bildung, Kultur und Wissenschaft , der BankGiro Loterij, Essent, Rabobank, KLM, Gieskes-Strijbis Fonds, Fonds 21, Ammodo sowie des Prins Bernhard Cultuurfonds.

Für mehr Informationen:

Het Noordbrabants Museum
Verwersstraat 41
’s-Hertogenbosch
Mail: info@hnbm.nl
Telefon: 073-6877877