Geboren: 1626
Gestorben: 23. Februar 1679
Feld: Malerei
Stil: Barock
Über Jan Steens Leben weiß man nur wenig. Er wurde von Nicolaus Knüpfer unterrichtet und von Adriaen van Ostade inspiriert. 1649 zog Jan Steen beim Maler Jan van Goyen in Den Haag ein. Er heiratete dessen Tochter Margriet, mit der er acht Kinder hatte. Einige Jahre nach ihrem Tod 1669 heiratete er Marie van Egmont, die ihm zwei weitere Kinder gebar. Jan Steen lebte in Leiden, Den Haag, Haarlem und Delft. Er betrieb eine Brauerei, eine Taverne, und er war der Dekan der Gilde des Heiligen Lukas, einer Stadtgilde für Maler in Leiden.
Mit meisterhafter Technik und genialen Kompositionen malte Jan Steen lebhafte und chaotische Szenen aus dem alltäglichen Leben. Auf den ersten Blick wirken die Gemälde so, als sollten sie einfach nur amüsieren, aber wenn man genauer hinsieht, findet man subtile Hinweise, die den Betrachter vor dieser Art Verhalten warnen sollen.
Jan Steen malte mindestens 400 Gemälde zu Themen aller Art: historische, mythologische, natürliche und religiöse Szenen, Porträts und Stillleben. Er ist jedoch am bekanntesten für seine Szenen des alltäglichen Lebens. Eine niederländische Redewendung bezieht sich auf seine Arbeit; man bezeichnet einen chaotischen und unaufgeräumten Haushalt als einen „Jan-Steen-Haushalt“.
Die Werke von Jan Steen sind im Städtischen Museum De Lakenhal in Leiden, im Nationalen Museum Rijksmuseum in Amsterdam, im Frans-Hals-Museum und in der Königlichen Bildergalerie Mauritshuis zu sehen.