Waldwanderungen

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Zwischen malerischen Kleinstädten und einsamen Bauernhöfen laden weitläufige Naturgebiete zu individuellen Wanderungen ein. Im Folgenden eine Auswahl der bedeutendsten Naturgebiete, in denen sich Besucherzentren befinden. Dort starten attraktive markierte Wanderwege, die zwischen zwei und 15 Kilometer lang sind. 

De Hoge Veluwe

Heide, Sand und Wälder: Der Nationalpark De Hoge Veluwe zeichnet sich durch unterschiedliche Landschaftstypen aus. Das Gebiet nördlich von Arnheim ist zu Fuß besonders intensiv zu erleben. Über das gesamte Gebiet verteilen sich Wildbeobachtungsposten, auf denen Naturliebhaber von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nach Mufflons und Wildschweinen Ausschau halten können. Kulturinteressierte Wanderer können ihren Streifzug durch 5.500 Hektar pure Natur mit einem Besuch im Kröller-Müller-Museum (Van-Gogh-Kollektion), dem unterirdischen Museonder oder dem Jagdhaus St. Hubertus abschließen. 

Sallandse Heuvelrug

Mitten in den Ebenen der Provinz Overijssel bietet sich Wanderern mit dem Sallandse Heuvelrug ein Terrain voll überraschender Höhepunkte. Der Nationalpark zählt zu den größten Naturgebieten der Niederlande. Rund 5.000 Hektar gilt es hier zu durchkämmen, wobei Wanderer die eine oder andere Steigung zu überwinden haben. Höchster Punkt der eiszeitlichen Hügellandschaft ist der Koningsbelt mit 76 Metern über dem Meeresspiegel. Dank gut markierter Wanderrouten kann das Gebiet bequem auf eigene Faust erkundet werden. Am Besucherzentrum, Grotestraat 281 in Nijverdal, starten verschiedene markierte Wanderstrecken. 

De Wieden

Von Nutzfläche zu Naturparadies: In dem Gebiet De Wieden wurde früher intensiv Torf gestochen. Heute verwaltet die Vereinigung für Naturdenkmäler die rund 6.000 Hektar Wasserfläche, Ried- und Grasland. Bester Ausgangspunkt für eine Wanderung durch diese grüne Oase ist das Besucherzentrum in St. Jansklooster. Der Laarzenpad (Gummistiefelpfad) lädt zu einer längeren Erkundungstour durch dieses einmalige Feuchtgebiet ein. Vom Aussichtspunkt am See Beulakerwijde aus können Wasservögel und eine Brutkolonie der schwarzen Seeschwalbe beobachtet werden. 

De Weerribben

Auch De Weerribben ist ein Morastgebiet. Die Torfgewinnung verlief hier zurückhaltend, so dass die Wasserflächen erheblich kleiner als in De Wieden sind. Doch auch wer hier - im Reich des seltenen Purpurreihers - unterwegs ist, sollte Gummistiefel tragen. Im Besucherzentrum in Ossenzijl informiert eine Ausstellung über Flora und Fauna in dem Gebiet. Hier starten außerdem diverse „Pfahlrouten“. 

Reestdal

Zwischen den Regionen Overijssel und Drenthe bahnt sich das Flüsschen Reest seinen Weg durch ein 1.250 Hektar großes Naturreservat: das Reestdal. In der Sumpflandschaft wachsen einzigartige Pflanzen. Parallel zur Reest befinden sich höhere Sandbänke mit Äckern, Heide- und Waldparzellen. An dem Naturinformationszentrum De Wheem in Oud Avereest starten zwei Wanderrouten. 

Fortmond 

In einer Bucht der IJssel zwischen Olst und Wijhe befindet sich das 138 Hektar große Deichvorland Fortmond. Im Rahmen eines Naturentwicklungsprojektes wurden im Bereich Fortmond und Duursche Waarden zwei ehemalige Flussarme der IJssel wieder bewässert. Schottische Hochlandrinder und Wildpferde begrasen das urwüchsige Gebiet. Uferwälle, Morast, Grasland mit Maidornhecken und Auenwälder säumen die Ufer. Über einen Wanderpfad, der am Fortmonderweg bei Olst beginnt, lässt sich das Gebiet ausgezeichnet erkunden. 

Het Springendal

Das Naturjuwel Het Springendal verdankt seinen Namen dem Flüsschen, das hier entspringt. Auf 300 Hektar finden Wanderer überwiegend Laubwald, gespickt mit Heidefeldern, Äckern und saftigen Wiesen. Unzählige Wildblumen sorgen für farbliche Akzente. Am Besucherzentrum und an der Wassermühle Watermolen van Frans beginnen so genannte "Pfahlrouten". Weitere Informationen erhalten Sie beim VVV Oostmarsum.

Bergherbos

Direkt hinter der Grenze bei Emmerich erstreckt sich der Bergherbos, mit 1.800 Hektar eines der größten Waldstücke Gelderlands. Spaziergänger entdecken unterwegs kleine Heidefelder und Flugsanddünen – und so manche unerwartete Steigung: Der Hettenheuvel beispielsweise ist 93 Meter hoch. Im Zentrum des Gebiets liegt die alte Wallburg Montferland, die heute als Hotel dient. Das malerische ´s-Heerenberg mit der Wasserburg Huis Bergh befindet sich am Rande des Waldes. Weitere Informationen erhalten Sie beim VVV Montferland.

Zwillbrocker Venn

Das Naturgebiet Zwillbrocker Venn erstreckt sich beidseitig der deutsch-niederländischen Grenze. In der Mitte liegt ein großer See, der verschiedenen Wasservögeln als Brutstätte dient. Sogar Flamingos sind hier im Sommer zu beobachten. Rund um den See führt ein Wanderweg mit Aussichtspunkt, Ferngläsern und Informationstafeln. 

Buurserzand, Haaksbergerveen und Witte Veen 

Aus drei macht eins: Die Naturschutzgebiete Buurserzand, Haaksbergerveen und Witte Veen in der Nähe von Haaksbergen werden erweitert und miteinander verbunden. So entsteht ein zusammenhängendes Gebiet, das zu ausgiebigen Spaziergängen einlädt. Weitere Informationen beim VVV Haaksbergen.