Abenteuer Natur – die Hoge Veluwe mit Kindern

Ulrike Grafberger, Montag, 17. Juni 2013, 216 Mal gesehen

Abenteuer Natur – die Hoge Veluwe mit Kindern

Nationalpark und Museumsbesuch – auf den ersten Blick nicht unbedingt das, was Kinderherzen höher schlagen lässt. Wie wär’s aber damit: Ihr dürft selber den ganzen Tag mit dem Rad fahren. Außerdem steigen wir ins Erdreich hinab und schauen, wie sich die Fuchsfamilie in ihre Höhle kuschelt und wie die Waldmäuse leben. Außerdem gibt es dort unter der Erde sprechende Steine, die erzählen, wo sie herkommen. Danach fahren wir in die Wüste, und später gibt’s ein Eis. Das klingt überzeugender, oder?

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Nationalpark und Museumsbesuch – auf den ersten Blick nicht unbedingt das, was Kinderherzen höher schlagen lässt. Wie wär’s aber damit: Ihr dürft selber den ganzen Tag mit dem Rad fahren. Außerdem steigen wir ins Erdreich hinab und schauen, wie sich die Fuchsfamilie in ihre Höhle kuschelt und wie die Waldmäuse leben. Außerdem gibt es dort unter der Erde sprechende Steine, die erzählen, wo sie herkommen. Danach fahren wir in die Wüste, und später gibt’s ein Eis. Das klingt überzeugender, oder?

Aber fangen wir von vorne an. Die Hoge Veluwe ist ein 5.000 Hektar großer Nationalpark, der sich aus den unterschiedlichsten Landschaftsformen zusammensetzt: Wald, Heide, Moor und weite Sandflächen („die Wüste“). Durch den Nationalpark zieht sich ein bestens ausgebautes, beschildertes, asphaltiertes und 43 Kilometer langes Radewegenetz. Und das Beste ist: Sie brauchen kein eigenes Rad mitzunehmen, denn an den Eingängen des Nationalparks warten weiße Gratis-Fahrräder auf Sie, allesamt mit Kindersitz. Und für Kinder gibt es eigene Räder – so kann jeder mitkommen! Insgesamt sind es 1.700 Fahrräder. Und weil man auf Radwegen fährt, ist es auch für Kinder sicher.

Am besten beginnt man einen Familien-Ausflug durch den Nationalpark Hoge Veluwe mit einem Besuch im Museum Museonder, das im nördlichen Bereich des Nationalparks liegt und das uns unter die Erdoberfläche führt. Im Museonder können sich Kinder schon mal auf das vorbereiten, was sie im Park noch sehen werden. Alles wird auf eine - auch für Erwachsene spannende - Art erzählt: Wie erkennt man Wildschwein- und Rehspuren (man kann selbst „Fußspurenstempel“ in den Sand drücken)? Wie entwickelt sich aus einer Sandwüste ein Wald, und welche Tiere hausen in Wasserpfützen? Welche Tiere lebten früher in der Hoge Veluwe (z.B. Waldelefant, Braunbär und Mammut), und welche gibt es heute noch (Wildschwein, Schlange, Hirsch etc.)?

Mit so einem interaktiv und spielerisch angeeigneten Wissen macht es noch mehr Spaß, die Hoge Veluwe mit dem Rad zu entdecken. Doch jetzt geht’s los – durch den Wald, über die Heide, entlang der Wüste und vorbei am Moor ... Wer erkennt den Vogel, der dort drüben zwitschert? Und hat nicht gerade ein Reh hinter dem Baum hervorgespitzt?

Der Nationalpark ist nicht nur ein besonderes Naturerlebnis, sondern beherbergt noch einen weiteren „Schatz“: das Museum Kröller Müller, das zu den bedeutendsten Kunstsammlungen der Niederlande gehört. In ihm kann man nicht nur die zweitgrößte Van-Gogh-Sammlung der Welt bestaunen, sondern auch Werke von u.a. Mondrian, Monet, Renoir und Picasso. Für Kinder ist vor allem der riesengroße Skulpturengarten ein Erlebnis. Dort können sie sich nach Herzenslust austoben - und auch auf dem einen oder anderen Kunstwerk herumklettern.

Nach soviel Anstrengung ist nur noch die Suche nach einem kühlenden Eis zu klären. Im Kröller Müller Museum gibt es ein Café, ebenso im Jagdhaus und beim Museonder. Dennoch: Für die Größe des Nationalparks sind relativ wenig „Versorgungsstätten“ mit Essen und Getränken vorhanden. Daher am besten selbst etwas mitnehmen. Picknicken ist überall im Park möglich – ob im Wald oder in der Wüste. Und wer weiß: Vielleicht entdeckt man dabei eine Zauneidechse oder ein Birkhuhn.

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