Der Rotlichtbezirk von Amsterdam

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Der Rotlichtbezirk von Amsterdam

Besuchen Sie eines der bekanntesten Viertel Amsterdams. Auf der ganzen Welt weiß man, was sich hier abspielt: Prostituierte stehen im Fenster, um Kunden anzuwerben. Die Passanten können sie bei der Arbeit beobachten. Aber dieses Viertel hat noch mehr zu bieten. Im ältesten Teil der Stadt finden Sie historische Gebäude und Sie können Museen besuchen, in denen Sie mehr über die Geschichte dieses einzigartigen Viertels erfahren.

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Es ist das wohl am meisten besuchte Viertel von Amsterdam: De Wallen, oder auch als ‚der Rotlichtbezirk‘ (Rosse Buurt) bezeichnet. Das Gebiet um den Oudezijds Achterburgwal steht nahezu ausschließlich im Zeichen des Entertainments für Erwachsene. Alles, was auf diesem Gebiet geboten ist, finden Sie hier.

  • Besuchen Sie das Prostitutionsmuseum und erfahren Sie mehr über das älteste Gewerbe der Welt.
  • Bewundern Sie auch einige besondere denkmalgeschützte Gebäude in diesem Viertel.
  • Das Viertel ist sicher, solange Sie einige Verhaltensregeln beachten.

Eine kleine Einführung in die Geschichte des Rotlichtbezirks

Die Prostitution ist in Amsterdam fast so alt wie die Stadt selbst. Bereits im 15. Jahrhundert und möglicherweise schon früher kamen die ersten Freudenmädchen, um im Hafen von Amsterdam ihr Geld zu verdienen. Der Rotlichtbezirk befindet sich nach wie vor im ältesten Teil der Stadt. Anfänglich hielten sich die Damen auf der Straße auf. Ab den 1960er Jahren war es polizeilich verboten, Kunden in Hauseingängen zu werben. Hinter dem Fenster zu sitzen wurde geduldet solange die Gardinen einen Spalt geöffnet blieben. Eine rote Lampe signalisierte durch den Spalt, dass hier Männer eine Prostituierte aufsuchen konnten. Derzeit dürfen die Gardinen wieder geöffnet bleiben, aber die roten Lampen gibt es nach wie vor. Besuchen Sie dieses Viertel deshalb vor allem in den Abendstunden. De Wallen sind dann besonders belebt und die roten Lampen sind deutlich sichtbar.

Mehr erleben auf De Wallen

Bei einem Besuch von De Wallen können Sie mehr erleben, als an den Fenstern der Prostituierten entlang laufen. Sie finden hier das Prostitutionsmuseum, in dem Sie alles über dieses Gewerbe erfahren können, nicht nur über seine Geschichte. Und Sie erhalten auch die Gelegenheit, selbst hinter dem Fenster zu stehen. Fotos machen ist erlaubt, und sie müssen natürlich keine Kunden empfangen.

Möchten Sie mehr über den Cannabis-Gebrauch erfahren? Besuchen Sie dann das Cannabis College. Hier erhalten Sie ausführliche Informationen über den sicheren Konsum von Cannabis. Außerdem gibt es hier einen Garten, in dem Sie sich selbst davon überzeugen können, wie die Pflanze wächst.

Denkmalgeschützte Gebäude

Wenn Sie historische Gebäude lieben, ist ein Besuch der Amsterdamer Wallen auf jeden Fall zu empfehlen. In der Warmoesstraat finden Sie auf Nummer 90 beispielsweise das älteste Haus der Stadt. Die Fassade stammt aus dem 18. Jahrhundert, aber vor kurzem wurde entdeckt, dass das Gebäude dahinter noch viel älter ist. Wahrscheinlich stammt das Wohnhaus aus dem Jahr 1485.

Mitten in diesem Viertel finden Sie auch die Oude Kerk, eine der ältesten Kirchen Amsterdams. An den Wochenenden können Sie im Rahmen einer Führung sogar den Kirchturm erklimmen.

Laufen Sie auch einmal durch den Trompettersteeg. Diese Gasse ist offiziell die schmalste Straße Amsterdams. Sie können sie nur im Gänsemarsch passieren. Wenn Ihnen jemand entgegen kommt, müssen Sie sich gegen die Wand drücken, um die Person passieren zu lassen.

Verhaltenscode für den Rotlichtbezirk

Ein Spaziergang über De Wallen ist auf jeden Fall sicher. Die Polizei ist hier stark repräsentiert, um alles gut zu beobachten. Dennoch gilt für das Viertel, ebenso wie für alle stark besuchten Plätze in großen Städten, dass Taschendiebe unterwegs sind. Achten Sie deshalb gut auf Ihre persönlichen Wertgegenstände.

Es wird nicht gerne gesehen, wenn Sie Fotos von den Frauen machen, die hier tätig sind. Wir raten deshalb davon ab.

Wird Ihnen auf der Straße Handelsware angeboten, wie Fahrräder oder Drogen? Dann sollten Sie darauf besser nicht eingehen. Die Ware ist in fast allen Fällen illegal oder Diebesgut. Die Polizei erhebt dafür hohe Strafen, sowohl für den Verkäufer, als auch für den Käufer.

Wenn Sie diese Regeln beachten, können Sie angenehme Stunden in einem einzigartigen Viertel erleben, das Sie in der Form nirgendwo sonst auf der Welt finden.

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