Das bessere Schuhwerk

Elleke van Duin, Montag, 10. März 2014, 413 Mal gesehen

Das bessere Schuhwerk

Wenn es im Ausland um mein Lieblingsthema, Schuhe, geht, merke ich, dass unser Jan Jansen doch einiges erreicht hat. Aber er ist dann auch der einzige einheimische Schuhdesigner mit Weltruhm. Schade, denn seit die Kunstakademie in Arnheim, ArtEZ, einen Master-Studiengang für Schuhdesigner anbietet, kommen jedes Jahr neue Talente hinzu.

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Wenn es im Ausland um mein Lieblingsthema, Schuhe, geht, merke ich, dass unser Jan Jansen doch einiges erreicht hat. Aber er ist dann auch der einzige einheimische Schuhdesigner mit Weltruhm. Schade, denn seit die Kunstakademie in Arnheim, ArtEZ, einen Master-Studiengang für Schuhdesigner anbietet, kommen jedes Jahr neue Talente hinzu.

Jan Jansen gilt als Pate der niederländischen Schuhdesigner. Er besuchte die Academie voor Kunst en Industrie in Eindhoven, legte noch eine handwerkliche Schuhmacherausbildung in Waalwijk nach und lernte in den Ateliers von Rom die Kunst des Designs. 1968 startete er sein eigenes Label, Jan Jansen Schoenen. Seine Entwürfe sind stets neuartig, überzeugend und handwerklich einwandfrei ausgeführt. Inzwischen ist er 47 Jahre in seinem Fach tätig, wurde viele Male ausgezeichnet und seine Schuhe werden regelmäßig auf (internationalen) Ausstellungen gezeigt.

Fred de la Bretonière ist ebenfalls eine lebende Legende. Sein Motto lautet: ‚For every soul a sole‘ (Für jede Seele eine Sohle). Das scheint ihm gelungen zu sein, denn 2011 feierte er sein 40jähriges Jubiläum. Er hat drei Marken: das klassisch-modische Label Fred de la Bretonière, das lässige Shabbies-Label und Fretons, die Sneaker-Kollektion. Sein Design-Team entwirft unter der Leitung von Lilian Sanderson für die drei Marken Damen- und Herrenschuhe, Taschen, Gürtel und seit kurzem auch Kleidung.

Fredie Stevens macht mit ihren Entwürfen bereits seit Jahren international Furore. Alle Schuhe für die Shows des berühmten Designer-Duos Viktor & Rolf stammen von ihr; ihre Entwürfe werden in London und Paris verkauft. Auch Marijke Bruggink ist im Schuhland bekannt. 1985 startete sie gemeinsam mit Marlie Witteveen den Laden Lola Pagola, in dem sie ihre eigenen Schuhentwürfe verkauften. Inzwischen ist Marijke Bruggink schon wieder einige Jahre als Chefdesignerin bei Clarks Originals in London tätig, aber die neue Generation der Schuhdesigner findet Inspirationen im umfangreichen digitalen Archiv von Lola Pagola.

Rosanne Bergsma absolvierte 2009 die ArtEZ, wo sie sich auf den handwerklichen Aspekt der Schuhmacherei spezialisierte. Anschließend gründete sie ihr eigenes Schuh-Label. Zwei weitere Newcomer sind Marloes ten Böhmer, mit ihren provozierenden Couture-Schuhen und Roderick Pieters, der in der Vereinfachung handwerklicher Schuhkonstruktionen seine Herausforderung sucht. 2012 beendete die erste Gruppe von Schuh-Designern als ‚Master Fashion Design‘ ihre Ausbildung in Arnheim, darunter auch Deniz Terli und Amber Verstegen. Terli durfte für die Schuhkette Sacha bereits einige Entwürfe ausführen.

Und wer doch lieber auf traditionellen Holzschuhen läuft, wird auch nicht enttäuscht. Der kann sich beispielsweise an das Klompenschuurtje in Aarle-Rixtel in der Provinz Brabant wenden, wo Nicole van Aarle diese Holzschuhe bereits in fünfter Generation herstellt. Maßschuhe, aber dann anders!

Fred de la Bretonière, in diversen Läden in den Niederlanden, beispielsweise:
Utrechtsestraat 77, Amsterdam
Korte Poten - Plein 13, Den Haag
Steenweg 27, Utrecht

Jan Jansen, Rokin 42, Amsterdam
Klompenschuurtje, Helmondseweg 3B, Aarle-Rixtel

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