Das International Film Festival Rotterdam

Heather Tucker, Dienstag, 5. März 2013, 96 Mal gesehen

Das International Film Festival Rotterdam

Dieses Jahr fand die 42. Ausgabe des International Film Festivals Rotterdam (IFFR) vom 23. Januar bis 3. Februar 2013 statt. Jedes Jahr bin ich wieder von neuem überrascht, welches Vergnügen mir dieses Festival bereitet und jedes Jahr versuche ich noch mehr Filme zu sehen als im Jahr zuvor (gar nicht so schwierig, wenn man mit nur einem Film angefangen hat!). Auch dieses Jahr war keine Ausnahme, aber die Überraschung kam aus einer ganz unerwarteten Ecke.

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Dieses Jahr fand die 42. Ausgabe des International Film Festivals Rotterdam (IFFR) vom 23. Januar bis 3. Februar 2013 statt. Ich nahm erstmals 2010 an diesem Festival teil, als ich ein Werbeplakat an der Straße sah und noch keine Idee hatte, worum es dabei eigentlich geht. Und jedes Jahr bin ich wieder von neuem überrascht, welches Vergnügen mir dieses Festival bereitet und jedes Jahr versuche ich noch mehr Filme zu sehen als im Jahr zuvor (gar nicht so schwierig, wenn man mit nur einem Film angefangen hat!). Auch dieses Jahr war keine Ausnahme.

Weshalb sollte man eigentlich überhaupt an einem Filmfestival teilnehmen? Alles in allem hatte ich ziemliches Glück. Dieses Jahr hatte ich nur ein paar Filme ausgewählt, bei denen ich das Ende kaum erwarten konnte, und bei einigen Filmen habe ich am Ende sogar begeistert geklatscht. Einer ließ mich sogar aufspringen – zwei Mal – aber ich habe versucht, so zu tun, als ob ich meinen Mantel anziehen würde. Die größte Überraschung für mich war jedoch eine deutsche Dokumentation.

Als ich im Kinosaal Platz nahm, um mir einen Film über Alzheimer anzusehen, erwartete ich die gesamten 88 Minuten über dankbar zu sein, dass keiner in meiner direkten Familie unter dieser Krankheit leidet, ich selbst eingeschlossen. Aber es kam ganz anders. Vergiss mein nicht ist eine sehr persönliche Dokumentation von David Sieveking, die den täglichen Verlauf der Alzheimer-Erkrankung seiner Mutter beschreibt, mit Rückblicken auf ihre Vergangenheit und ihre vielen ‚Rollen‘ – Mutter, Ehefrau, ehemalige Feministin und Aktivistin. Und viel mehr als umgeben von Taschentüchern und Tränen im Kino zu sitzen, sah ich zu, wie eine Familie zunächst das typische Chaos bewältigen muss, ehe alles richtig organisiert ist, und sich langsam mit der neuen Gretel abfindet und die Person akzeptiert, die Alzheimer aus ihr macht.

Genau deshalb sollte man meiner Meinung nach ein Filmfestival besuchen. Um diese Film-Juwelen zu finden, die ansonsten nicht gezeigt werden. Um die Geschichten zu hören und zu sehen, die ansonsten nicht erzählt werden. Und dann kommt noch dazu, dass das Ganze eine nette Erfahrung ist und dass die ganze Stadt von der Veranstaltung vibriert.

Sollten Sie darüber nachdenken, am nächsten Internationalen Film Festival Rotterdam, teilzunehmen, sind die nachstehenden Informationen – häufig gestellte Fragen und Tipps – für Ihre Planung nützlich.


Frage: Ich spreche weder Niederländisch noch andere Sprachen außer Deutsch und Englisch. Wie kann ich die Filme verstehen?

Antwort: Die Filme werden in englischer Sprache oder mit englischen Untertiteln gezeigt, mit Ausnahme der Filme, die mit d. s. (Dutch Subtitles – niederländische Untertitel), f. s. (French Subtitles – französische Untertitel) oder n. d. (no dialogue – kein Dialog) markiert sind. Im Zweifelsfall können Sie sich immer an einem der Informationsschalter erkundigen oder die Liste auf der Website zu Rate ziehen.

Frage: An welchen Veranstaltungsorten findet das Festival statt?

Antwort: Dieses Jahr fanden die Events und Vorführungen der Veranstaltung an 15 verschiedenen Standorten statt. Der größte Teil des Programms spielt sich jedoch bei de Doelen, Pathé Schouwburgplein, Rotterdamse Schouwberg, Cinerama, Oude Luxor und LantarenVenster ab. Sie finden Stadtpläne an den verschiedenen Veranstaltungsorten und online.

Frage: Wie plane ich was ich sehen möchte?

Antwort: Das Filmfestival ist ausgesprochen populär und einige der Vorführungen sind in der Regel schnell ausverkauft, deshalb sollten Sie sich vorbereiten. Zuallererst sollten Sie ein Benutzerkonto auf der Website des International Film Festivals von Rotterdam einrichten, damit Sie bereit sind, sobald der Kartenverkauf beginnt. Und dann heißt es auf das Programm warten.

Das komplette Festival-Programm erscheint circa eine Woche vor Beginn als Beilage der Tageszeitung Volkskrant. Der Online-Kartenverkauf beginnt kurz darauf. Wer Tiger-Friends- und Unlimited-Pass-Karten besitzt, kann bereits einen Tag vorher bestellen. Sie sollten sich also entscheiden was Sie wann sehen möchten, sobald das Programm veröffentlicht wird. Vergessen Sie nicht, sich das Datum des Vorverkaufsstarts zu notieren, damit Sie die gewünschten Karten ergattern können.

Frage: Wie teuer sind die Karten?

Antwort: 2013 kostete eine Kinokarte € 8-11, je nach der Länge des Films. Es sind verschiedene Vergünstigungen (z. B. Tiger-Discount-Karte) und einige Paket-Angebote (z. B. UPC Cinema Day) verfügbar, die Sie nutzen können.

Extra Tipps:

  • Kürzere Filme werden häufig in Blockprogrammen zusammengefasst. Das sollten Sie bei der Auswahl/Reservierung berücksichtigen. Sie erkennen am Website-Eintrag, ob dies auch auf Ihren gewünschten Film zutrifft.
  • Bei einigen Vorführungen sind der Regisseur und/oder andere Vertreter anwesend, um anschließend Fragen zu beantworten.
  • Vergewissern Sie sich wie lange ein Film dauert, wo der nächste gezeigt wird und wann dieser beginnt, ehe Sie Ihre Karten reservieren. Wenn Sie innerhalb von nur 5 Minuten vom Pathé zum LantarenVenster hetzen müssen, haben Sie ein Problem.
  • Die Sitzplätze in den Vorführsälen sind nicht reserviert.
  • Die Türen werden in der Regel circa 15 Minuten vor Beginn der Vorführung geöffnet.
  • Karten, die eine Stunde vor Beginn noch verfügbar sind, werden beim Last Minute Ticket Shop zum halben Preis verkauft.
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