Die Geschichte Hollands

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Die Geschichte Hollands

Die Geschichte Hollands beginnt eigentlich mit der Entstehungsgeschichte Hollands. Denn bis zum 19. Jahrhundert war Holland ein Deltagebiet, verteilt auf verschiedene Regionen mit zumeist eigener Regierung. Erst am 29. März 1814 wurde Holland zum Vereinigten Königreich der Niederlande, geführt durch das Haus Oranien-Nassau.

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Die Geschichte Hollands beginnt eigentlich mit der Entstehungsgeschichte Hollands. Denn bis zum 19. Jahrhundert war Holland ein Deltagebiet, verteilt auf verschiedene Regionen mit zumeist eigener Regierung. Erst am 29. März 1814 wurde Holland zum Vereinigten Königreich der Niederlande, geführt durch das Haus Oranien-Nassau.

  • Holland ist seit 1814 eine konstitutionelle Monarchie.
  • Seit 2013 ist König Willem-Alexander Staatsoberhaupt.
  • Nimwegen und Maastricht zählen zu den ältesten Städten Hollands.
  • Holland hat eine ganz besondere Beziehung zum Wasser.

Die Monarchie

Im Mittelalter, lange bevor das Haus Oranien-Nassau unsere Monarchen stellte, war Holland auf viele Grafschaften und Herzogtümer verteilt. Später sollten spanische und österreichische Fürsten über die zahlreichen Regionen regieren, aus denen Holland bestand. Erst 1750 wurde Wilhelm IV. von Oranien-Nassau zum Erb-Statthalter ausgerufen und das Haus Oranien festigte seine Machtposition.
Seit 1814 sind die Niederlande eine konstitutionelle Monarchie. Der König ist Staatsoberhaupt und bildet zusammen mit den Ministern die Regierung. Am 16. März 1815 ernannte sich Wilhelm I. selbst zum König der Niederlande und versuchte die Herrschaft seiner Familie durch die Einführung der Monarchie sicherzustellen. Seither stammen die Staatsoberhäupter aus der Familie der Oranier. Seit 2013 haben wir, nach mehreren Königinnen, König Willem-Alexander als Staatsoberhaupt.

Die Entwicklung der Städte in Holland

In Holland gibt es zahlreiche Städte mit jahrhundertealter Geschichte. Die ältesten Städte Hollands sind Maastricht und Nimwegen. Auch Utrecht, Deventer, Middelburg und Stavoren scheinen bereits seit den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung besiedelt gewesen zu sein. Diese Geschichte erkennen Sie in der Architektur und Kultur dieser zauberhaften Städte. Die Geschichte von Amsterdam beginnt um das Jahr 1000 und die Stadt wurde erstmals 1275 geschichtlich erwähnt. Um 1300 erhielt Amsterdam vom Bischof von Utrecht Gwijde van Avesnes die Stadtrechte zuerkannt. In der wirtschaftlichen Blütezeit entwickelte sich Amsterdam zur größten Stadt Hollands. Das 17. Jahrhundert, das Goldene Zeitalter, bescherte insbesondere Amsterdam enormen Reichtum, Macht und kulturelle Bedeutung. So entstand in diesem Jahrhundert auch der berühmte Grachtengürtel.

City hall of Middelburg

Der Zweite Weltkrieg

Holland hat im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Kriege erlebt, der letzte und derjenige mit verheerenden Auswirkungen, war jedoch der Zweite Weltkrieg. Er begann für Holland am 10. Mai 1940 mit der Invasion Deutschlands. Das holländische Heer war auf einen modernen Krieg nicht vorbereitet, und nach der Bombardierung von Rotterdam (14. Mai 1940) und der Drohung, mehrere große Städte dem Erdboden gleich zu machen, kapitulierte Holland schließlich am 15. Mai 1940.

Während der fünf Jahre der Besetzung wurde die holländische Industrie von den Deutschen größtenteils zur Kriegsführung genutzt, und die Versorgung mit Lebensmitteln wurde stets knapper, bis hin zur Rationierung. Im ‚Hungerwinter‘ (1944-1945) starben 20.000 Menschen an Unterernährung.

Judenverfolgung

Aber auch die Verfolgung der Juden wurde stets nachdrücklicher. Die deutschen Besetzer setzten einen ‚Jüdischen Rat‘ ein und erzählten den Juden, dass sie sicher wären, wenn sie sich registrieren ließen. Dies erwies sich letztendlich als Betrug und die Deportationen in die Konzentrationslager nahmen ihren Lauf. Über 100.000 holländische Juden fanden schließlich in den Konzentrationslagern den Tod. Darunter auch Anne Frank, das Mädchen, das durch die Tagebücher berühmt wurde, die sie während der Besatzung schrieb.

Nach der Landung der Alliierten 1944 an der Küste der Normandie stießen diese in nördlicher Richtung vor, und Holland wurde am 5. Mai 1945 befreit.

Holland und das Wasser

Holland hat bereits seit Jahrhunderten eine Hass-Liebe zum Wasser. Und das ist nicht so verwunderlich, wenn man bedenkt, dass ein Viertel Hollands unter dem Meeresspiegel liegt: am tiefsten Punkt nicht weniger als 7 Meter! Das bedeutet, dass sich die Holländer von jeher gegen das Wasser schützen mussten, denn die Hochwasserkatastrophe von 1953 soll sich nie mehr wiederholen. Die Holländer entwickelten deshalb die Fertigkeit massive Deiche zu bauen, unter anderem die Deltawerke.

Das bedeutet auch, dass die Holländer einen großen Teil ihres Landes dem Meer und Seen abgetrotzt haben. Bereits seit dem 11. Jahrhundert wurde Land gewonnen, indem man die angeschwemmten Gebiete entlang der Küste mit Deichen gegen das Meer schützte. Ab dem 16. Jahrhundert begann man Seen trocken zu legen, vielfach in der Provinz Noord-Holland, mithilfe von Windmühlen. Die erste bekannte Trockenlegung erfolgte im Jahr 1533: das Achtermeer, südlich von Alkmaar. Andere bekannte urbar gemachte Gebiete sind der Beemster (1608-1612) und später Flevoland.

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