Faszinierendes Wattenmeer

Ulrike Grafberger, Mittwoch, 21. August 2013, 542 Mal gesehen

Faszinierendes Wattenmeer

Das Wattenmeer ist faszinierend, einzigartig – und manchmal auch enttäuschend. Denn als ich als Kind zum ersten Mal ans Wattenmeer kam, da war das Meer gar nicht da. Hatte da jemand den Stöpsel rausgezogen? Heute freue ich mich, wenn Ebbe ist. Denn das lädt zum Wattwandern ein. Wo auf der Welt kann man sonst noch über den Meeresboden gehen? Und das nicht nur ein paar Meter, sondern ganze Kilometer weit. So ist es in Deutschland und auch in Holland möglich, bei Ebbe vom Festland zu einer Watteninsel zu laufen. Ich gebe zu: Eine komplette Insel-Wanderung ist mir dann doch etwas zu anstrengend, denn man watet teilweise durch kniehohes Wasser und zähen Schlick, der das Gehen nicht gerade einfach macht. Eine gute Kondition ist also Voraussetzung.

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Das Wattenmeer ist faszinierend, einzigartig – und manchmal auch enttäuschend. Denn als ich als Kind zum ersten Mal ans Wattenmeer kam, da war das Meer gar nicht da. Hatte da jemand den Stöpsel rausgezogen?

Heute freue ich mich, wenn Ebbe ist. Denn das lädt zum Wattwandern ein. Wo auf der Welt kann man sonst noch über den Meeresboden gehen? Und das nicht nur ein paar Meter, sondern ganze Kilometer weit. So ist es in Deutschland und auch in Holland möglich, bei Ebbe vom Festland zu einer Watteninsel zu laufen. Ich gebe zu: Eine komplette Insel-Wanderung ist mir dann doch etwas zu anstrengend, denn man watet teilweise durch kniehohes Wasser und zähen Schlick, der das Gehen nicht gerade einfach macht. Eine gute Kondition ist also Voraussetzung.

Aber es muss ja keine lange Strecke sein, denn auch ein paar Meter hinein ins Watt sind eine spannende Angelegenheit. Deshalb war ich mit einem Wattführer vor der Insel Ameland im Watt. Und nun weiß ich, dass sich in einem Quadratmeter Schlick durchschnittlich 1.000 Wattschnecken, 100 große Herzmuscheln und 20 Wattwürmer tummeln. Der Wattführer hatte seinen Spaten dabei und als er damit ein Stück Wattboden heraushob, bekamen wir auch ein paar Muscheln und einige Wattwürmer zu sehen. Nicht gerade hübsch sind sie, die braunen Würmer mit den Borsten, aber nützlich, denn sie pflügen den kompletten Wattboden um, reichern ihn mit Sauerstoff an und scheiden dabei die unzähligen, spaghettiförmigen Sandhaufen aus.

Und weil das Wattenmeer aufgrund der vielen Muscheln, Würmer, Krebse und Fische ein immer gut gedeckter Tisch für Vögel ist, lassen sich jedes Jahr rund 10 Millionen Zugvögel auf ihrem Weg in den Süden bzw.

Norden im Wattenmeer nieder, um sich den Magen vollzuschlagen. Zudem ist das Wattenmeer die Kinderstube der Nordsee, denn dank des relativ geschützten Gebietes und des großen Nahrungsangebotes legen hier viele Fische ihre Eier, brüten die Seevögel ihre Jungen aus und bringen Robben ihre Babys zur Welt. Kein Wunder also, dass das Wattenmeer von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt wurde.

Das Wattenmeer der Nordsee, übrigens das größte der Welt, erstreckt sich von Dänemark über die Nordseeküste Deutschlands bis nach Holland. Zum holländischen Wattenmeer gehört das Gebiet zwischen dem Festland und den holländischen Inseln Schiermonnikoog, Ameland, Terschellig, Vlieland und Texel ganz im Westen. Ein Bereich, der zwei Mal am Tag von Meerwasser überflutet wird und dann teilweise wieder trockenfällt.

Und wie kann man das holländische Wattenmeer am besten erleben? Es gibt organisierte Wattwanderungen (wadlooptochen) nach Ameland, Schiermonnikoog und Terschelling sowie zu verschiedenen unbewohnten Sandbänken. Außerdem hat man die Möglichkeit, mit einem Wattführer aus den Küstenorten loszuziehen. Oder man geht auf eigene Faust ein paar Meter hinaus in das Watt – zum Muscheln sammeln oder Wattwürmer streicheln. Doch Vorsicht: Das Wasser ist schneller zurück, als man denkt!

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