Give Peace a Chance

Ulrike Grafberger, Montag, 2. September 2013, 134 Mal gesehen

Give Peace a Chance

Zur großen Geburtstagsfeier sind sie alle gekommen: König Willem-Alexander, der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-Moon, Ministerpräsident Mark Rutte, der Bürgermeister von Den Haag, Jozias van Aartsen, die Friedensnobelpreisträgerin Leymah Gbowee und der Vorsitzende der Carnegie-Stiftung Bernard Bot. Der Anlass? Der Friedenspalast in Den Haag feiert sein 100-jähriges Jubiläum.

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Zur großen Geburtstagsfeier sind sie alle gekommen: König Willem-Alexander, der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-Moon, Ministerpräsident Mark Rutte, der Bürgermeister von Den Haag, Jozias van Aartsen, die Friedensnobelpreisträgerin Leymah Gbowee und der Vorsitzende der Carnegie-Stiftung Bernard Bot. Der Anlass? Der Friedenspalast in Den Haag feiert sein 100-jähriges Jubiläum.

Vor genau 100 Jahren wurde der Friedenspalast also fertiggestellt, nach 6-jähriger Bauzeit. Die Baumaterialen und Einrichtungsgegenstände waren Geschenke aus aller Herren Länder: Die Schweiz steuerte die große Uhr bei, Deutschland stiftete die schmiedeeisernen Tore, China die Porzellanvasen, Großbritannien die Fenster, USA die Skulpturen usw.

Doch das Gebäude im Stil der Neo-Renaissance verdankt seine Entstehung hauptsächlich einem einzigen Menschen: dem amerikanischen Millionär Andrew Carnegie. Seine Vision war es, mit dem Friedenspalast einen Beitrag zum Weltfrieden zu leisten. Fortan sollten Konflikte zwischen Ländern nicht mehr mit Waffen, sondern durch Vermittlung und internationales Recht gelöst werden. Eine Sache lag Carnegie besonders am Herzen: Im Friedenspalast sollte auch ein Bibliothek entstehen. Sein Wunsch wurde beherzigt. Heute beherbergt der Friedenspalast eine der größten Völkerrechts-Bibliotheken der Welt.

Neben der Bibliothek und einer Akademie für Völkerrecht ist der Friedenspalast aber vor allem Sitz des Internationalen Gerichtshofes und des Ständigen Schiedshofes. Wie muss man sich das nun vorstellen? Was passiert hier? In erster Linie ist der Friedenspalast ein Arbeitsgebäude. In und in der Gegend rund um den Friedenspalast arbeiten Hunderte von Menschen an Friede und Gerechtigkeit. Ziel ist es, Konflikte zwischen Ländern zu lösen, Menschenrechte zu wahren und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu ahnden. So werden im Friedenspalast Streitigkeiten zwischen zwei Ländern um den genauen Grenzverlauf oder um den Besitz einer bestimmten Insel ebenso geschlichtet wie beispielsweise die Frage gelöst, ob die einseitige Unabhängigkeitserklärung des Kosovo gegen internationales Recht verstößt.

Im Friedenspalast wird also tagtäglich am Frieden und an einer besseren Welt gearbeitet. Ban Ki-Moon sagte am 28. August in seiner Rede anlässlich der Hundertjahrfeier: „Here in the Peace Palace, let us say: Give peace a chance. Give diplomacy a chance. Stop fighting and start talking.“

Auch mal vorbeischauen?
Der Friedenspalast in Den Haag kann nur im Rahmen einer Führung (auch deutschsprachig) und nach Voranmeldung besichtigt werden. Die Anmeldung erfolgt online über die Website des Friedenspalastes. Der Zugang zum Besucherzentrum ist gratis.

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