Spanische Meister

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28. November 2015 - 26. Mai 2016

Spanische Meister

Am Samstag, dem 28. November 2015, beginnt in der Eremitage Amsterdam die lang erwartete Kunstausstellung Spanische Meister aus der Eremitage. Die Welt von El Greco, Ribera, Zurbarán, Velázquez, Murillo und Goya.

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Am Samstag, dem 28. November 2015, beginnt in der Eremitage Amsterdam die lang erwartete Kunstausstellung Spanische Meister aus der Eremitage. Die Welt von El Greco, Ribera, Zurbarán, Velázquez, Murillo und Goya.

  • Die Eremitage Amsterdam präsentiert spanische Meister, die nur selten zu sehen sind
  • Mehr als sechzig Gemälde, dazu ein Schatz an graphischen Werken und Kunsthandwerk .
  • Nie zuvor war in den Niederlanden eine so umfassende Übersicht spanischer Kunst zu sehen, die auch kaum in Museumssammlungen außerhalb Spaniens vertreten ist.

Spitzenstücke

Darunter sind Spitzenstücke wie Die Apostel Petrus und Paulus von El Greco (1587–92), Velázquez’ Kopf eines Mannes im Profil (um 1616), Murillos Unbefleckte Empfängnis (um 1680) und Goyas Porträt der Schauspielerin Antonia Zárate (1810/11), darüber hinaus aber auch Bilder von Schülern und Malern späterer Generationen und sogar Werke des jungen Picasso. Gemeinsam erzählen sie vom Aufstieg und Ruhm der spanischen Kunst im Goldenen Zeitalter, dessen Einfluss bis in die moderne Zeit hineinreicht.

Spaniens Goldenes Zeitalter

Das späte sechzehnte und das siebzehnte Jahrhundert gelten in der spanischen Malerei als das Goldene Zeitalter – genau wie in der holländischen. Als sich die Niederlande gegen die spanische Besatzung zu erheben begannen, kam in Spanien eine ganz eigene künstlerische Handschrift zur Ausprägung. Philipp II., absoluter Monarch in einer von der katholischen Kirche dominierten Gesellschaft, erteilte 1563 den Auftrag zum Bau der Schloss- und Klosteranlage El Escorial. Die Gestaltung der Innenräume dieses imposanten Gebäudekomplexes vor den Toren Madrids übernahmen große spanische und italienische Meister. Der unvorstellbare Reichtum, der sich vor allem aus dem kolonialen Goldfieber speiste – Spanien bezeichnete sich selbst als das Reich, in dem die Sonne niemals untergeht –, brachte den Malern viele Aufträge des Königs, des Klerus und privater Auftraggeber ein. Die spanische Kunst florierte.

Was die Werke der großen spanischen Maler auszeichnet, ist die einzigartige Symbiose von Spiritualität und Theatralik. Unter dem Einfluss der italienischen Meister entwickelten El Greco, Ribera und Zurbarán eine ganz eigene spanische Charakteristik mit noch intensiveren Hell-Dunkel-Kontrasten. Ihre Werke atmen das Temperament und den Stolz der iberischen Halbinsel. Murillo und der tonangebende Velázquez fügten dem ihre eigene Handschrift hinzu und setzten neue Maßstäbe. Später trat das nicht minder imponierende Talent Goya mit einem konfrontierenden Realismus in ihre Fußstapfen. Berühmt sind auch seine eindringlichen druckgraphischen Serien, von denen Beispiele ausgestellt werden, darunter Meisterwerke aus den Schrecken des Krieges (Los Desastres de la Guerra) über die Zeit der napoleonischen Besatzung Spaniens.

Die Maler des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts setzen die Tradition eines kontrastreichen Blicks auf die Gesellschaft fort, der mal die sonnige Kultur Spaniens, mal die dunklen Seiten der Geschichte erfasst.

Die spanische Kunst ist ein einzigartiges Kapitel der Kunstgeschichte. Bis zum 29. Mai 2016 stellen dies mehr als hundert Spitzenwerke aus der größten und vielfältigsten Sammlung spanischer Kunst außerhalb Spaniens – der Eremitage in Sankt Petersburg – eindrucksvoll unter Beweis.

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