Wandern im Nationalpark Sallandse Heuvelrug

Ulrike Grafberger, Montag, 19. August 2013, 623 Mal gesehen

Wandern im Nationalpark Sallandse Heuvelrug

Fast hatte ich vergessen, wie der Wald riecht. Süßlich nach Beeren und harzig nach Nadelbäumen. Ich stehe im Nationalpark Sallandse Heuvelrug - und atme erst einmal tief durch. Dann werfe ich einen Blick auf die Routenbeschreibung. Ich werde die grüne Route mit dem klangvollen Namen „Entlang der Heide“ gehen, die mit sieben Kilometern ein nicht allzu anstrengender Spaziergang ist.

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Fast hatte ich vergessen, wie der Wald riecht. Süßlich nach Beeren und harzig nach Nadelbäumen. Ich stehe im Nationalpark Sallandse Heuvelrug - und atme erst einmal tief durch. Dann werfe ich einen Blick auf die Routenbeschreibung. Ich werde die grüne Route mit dem klangvollen Namen „Entlang der Heide“ gehen, die mit sieben Kilometern ein nicht allzu anstrengender Spaziergang ist.

Meine Tour führt mich durch Täler wie das Numendal und über „Berge“ wie den Holterberg. Wobei ich ehrlich sagen muss: Berge sind das nicht, eher kleine Hügel. Der höchste Berg des Nationalparks Sallandse Heuvelrug, der Koningsbelt, ist gerade einmal 75 Meter hoch. Entstanden ist diese Hügellandschaft vor ungefähr 180.000 Jahren, als sich Eismassen von Skandinavien aus Richtung Süden wälzten. Das Numendal entstand durch das Abschmelzen des Eises.

Auch wenn die Berge eher Berglein sind: Eine wunderschöne Aussicht hat man dennoch – über eine weitläufige Heidelandschaft, über windschiefe Nadelwälder und sich dazwischenschiebende Sandflächen.

Doch ein niederländischer Nationalpark hat neben einer faszinierenden Natur in der Regel noch viel mehr zu bieten: Freizeiteinrichtungen, Picknickplätze, Restaurants und ein fantastisch ausgebautes Wegenetz, das ein Verlaufen nahezu unmöglich macht. An jeder Kreuzung weisen grüne, blaue, rote Pfeile dem Wanderer den Weg. Einfach dem Pfeil folgen, der die gewählte Route angibt – in meinem Fall die grüne. Und was ich auf den Schildern auch noch entdecken kann: Ich befinde mich auf einer Etappe des Pieterpad, der bekanntesten Wanderroute der Niederlande. Sie führt von Pieterburen im Norden hinunter in den Süden nach Sint-Pietersberg und wurde bereits von einer Millionen Wanderer abgelaufen.

Die Strecke durch den Sallandse Heuvelrug gehört zu den idyllischsten Abschnitten des Pieterpad und auch ich genieße die Stille im Wald, den weichen Waldboden, die schönen Aussichtspunkte und die Heide, die langsam zu Blühen beginnt. Und dann wäre da noch das Zwitschern der Vögel. Welche Vogelarten sich hier alles tummeln, das erfährt der Nationalpark-Besucher im Natuurdiorama Holterberg. Das Natuurdiorama zeigt rund 1.000 ausgestopfte Tiere in ihrer natürlichen Umgebung – in elf sogenannten Dioramen. Wie in Schaufenstern werden beispielsweise Füchse und ihre Bauten dargestellt. Und somit kann man drinnen im Museum noch einmal herausfinden, was einem draußen in der freien Natur alles entgangen ist.

Gut zu wissen:

  • Am Besucherzentrum, Grotestraat 281 in Nijverdal, starten verschiedene markierte Wanderstrecken.
  • Beim Natuurdiorama Holterberg, Holterbergweg in Holten kann man die Naturdioramen ansehen, sich im Restaurant stärken und danach zu einer Wanderung aufbrechen.
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