Die niederländische Küche

Manchen Vorurteilen zum Trotz hat die holländische Küche weit mehr zu bieten als Hering und Käse. Treffen Sie hier Unternehmer aus dem kulinarischen Sektor und leidenschaftliche ‚Foodies‘, informieren Sie sich über interessante holländische Nahrungsmitteltrends und entdecken Sie die angesagtesten Restaurants, lokale Spezialitäten und Gerichte, die man einfach ausprobieren muss. Guten Appetit!

  • Cool in der Hotelbar rumhängen
    Marloes Tervoort, Freitag, 13. Juni 2014

    Wenn ich am Shoppen bin, gehe ich anschließend gern in ein Hotel, einfach um mich wie ein Tourist in der eigenen Stadt zu fühlen. Das zeitlose Gefühl eines Reisenden an einem fremden Ort befreit mich aus dem Alltagstrott. Scheinbar bin ich nicht die einzige, wenn man die zunehmende Popularität der Hotelbar betrachtet. Glücklicherweise ist dieses Vergnügen nicht mehr ausschließlich den Hotelgästen vorbehalten.

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  • LED the music play!
    Marloes Tervoort, Freitag, 9. Mai 2014

    Ich liebe es auszugehen. Ein nettes Essen, ein Drink an der Bar, Ausstellungen bestaunen, eine Theateraufführung genießen. Konzerte mag ich auch, aber wie so viele holländische Frauen bevorzuge ich Veranstaltungsorte mit einer gemütlichen Atmosphäre. Deshalb mag ich das Paradiso, den Pop-Tempel der Hauptstadt, oder das intime Bitterzoet, wo man den Künstlern zum Anfassen nah ist.

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  • Austern in Zeeland
    Ulrike Grafberger, Dienstag, 15. April 2014

    Wenn man so wie ich aus Bayern kommt, hat man mit Muscheln und Austern wenig am Hut. Beides hatte ich mal probiert, aber selber ein ganze Platte Austern bestellen? Eher nicht. Deswegen war ich skeptisch, als es nach Yerseke in Zeeland zum Austernessen ging. Yerseke ist eines der wichtigsten Austernzuchtgebiete Europas. In den Meeresarmen Oosterschelde und Grevelingenmeer wächst die berühmte Zeeland-Auster heran. Und in dem kleinen Ort Yerseke reiht sich eine Austernzucht an die andere.

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  • Frühling auf Texel
    Ulrike Grafberger, Montag, 14. April 2014

    Der Frühling zeigt sich auf Texel von seiner allerbesten Seite. Die Sonne scheint hier im Durchschnitt häufiger als in anderen Teilen der Niederlande. Die wärmenden Strahlen lassen die Narzissen erblühen, die sich in langen Feldern bis zum Horizont erstrecken. Daneben, auf den saftig grünen Wiesen, hüpfen munter die gerade erst geborenen Lämmer umher.

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  • Bestes Brot
    Denise Kortlever, Montag, 17. März 2014

    Gebr. Niemeijer ist eine der besten Bäckereien in Amsterdam. Alles in dieser französischen Bäckerei – Brot, Feingebäck oder Patisserie – wird von Hand ohne Zusatzstoffe hergestellt und in einem großen Steinofen gebacken. Ihre Croissants haben viele Fans, und auch die allerkritischsten französischen Kunden stehen für ihr pain au chocolat und ihre Baguettes brav in der Reihe. Das Niemeijer-Geschäft am Nieuwendijk ist nicht nur Bäckerei sondern auch ein bezauberndes Artdeco-Café, wo hervorragender (süditalienischer) Kaffee serviert wird. Kaufen Sie ein frisches Sauerteigbrot zum Mitnehmen, oder gönnen Sie sich ein Mittagessen mit Walnussbrot und hausgemachter Feigenmarmelade. Aber auf jeden Fall noch Platz für die Zitronen-Tartelettes oder die Macarons lassen!

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  • Käse aus Holland
    Denise Kortlever, Montag, 27. Januar 2014

    Betty Koster ist der ultimative Käseexperte in Holland und Eigentümerin von l’Amuse, einem renommierten Käseladen in Santpoort und Amsterdam. Nur wenige Leute haben so viel Wissen und können so leidenschaftlich über Käse sprechen wie Betty. Ihrer Meinung nach ist das Besondere an holländischem Käse dass unser kleines Land so viele verschiedene Gebiete hat, und genau das macht den besonderen Geschmack aus. „In Holland haben wir reifen Käse aus dem Groene Hart-Gebiet und süßlichen, cremigen Käse aus der Provinz Brabant, wo die Kühe sattes Gras finden. Wir haben den pré-salé (salzhaltige Weiden) Schafskäse von den Inseln Texel und Terschelling und außerdem die würzigen und milden Milchprodukte aus den Poldern der Provinz Noord-Holland.“ Wenn Sie zu Besuch in Holland sind, sollten Sie eine Reise unternehmen, die Sie entlang einiger dieser verschiedenartigen Käsesorten führt:

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  • Mit Suppe durch Rotterdam
    Ulrike Grafberger, Freitag, 20. Dezember 2013

    Heute steht eine Tour mit der Snerttram auf dem Programm. Snerttram? Ein Wort mit doppelter Bedeutung und einer netten Anekdote:  Als die Restaurant-Chefin Anne Paerel an einem eiskalten Wintertag an der Straßenbahnhaltestelle auf die Tram wartet, und diese einfach nicht kommen will, fängt die attraktive ältere Dame, deren Aussehen an eine Opern-Diva erinnert, zu schimpfen an: „Wo bleibt nur diese Snerttram?“ – „Wo bleibt die blöde Straßenbahn?“. Und als die Snerttram nach langem Warten endlich auftaucht, war auch gleich eine neue Idee geboren: Snert – warum nicht auch in einer Straßenbahn Snert (diesmal im Sinne von Erbsensuppe) essen? Die wärmt, passt gut zur kalten Jahreszeit und ist sowieso der Holländer liebstes Winteressen.

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  • ‚Oliebollen‘ und ‚appelbeignets‘
    Denise Kortlever, Montag, 16. Dezember 2013

    Diese frittierten süßen Köstlichkeiten gehören in Holland zur Silvesterfeier, und werden gewöhnlich mit einem Glas Champagner um Mitternacht verspeist. ‚Oliebollen‘ sind eine Art Krapfen (Berliner) aus einem Teig von Mehl, Eier, Hefe und Milch und werden in heißem Öl frittiert. Mitunter wird anstelle von Hefe auch Bier verwendet, und man kann Rosinen, Zitronat und Orangeat sowie kleine Apfelstücke dazu geben. Eine großzügige Menge Puderzucker zum Bestäuben der ‚oliebollen‘ ist jedoch ein Muss! ‚Appelbeignets‘ sind runde Apfelscheiben in einen süßen Teig getaucht, frittiert und anschließend mit Zimt und Zucker serviert.

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  • Theater-Renaissance
    Marloes Tervoort, Freitag, 15. November 2013

    Theater. Ich war einst Theaterkritiker und verbrachte deshalb viel Zeit in den Theatern Amsterdams. Wenngleich mich deren Architektur anspricht, fand ich sie stets ein wenig altmodisch, mit kahlen Foyers, muffigen Garderoben, schlechtem Kaffee und so weiter.

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  • Winternächte in Madurodam
    Ulrike Grafberger, Dienstag, 5. November 2013

    Seit fast zehn Jahren wohne ich nun schon im Den Haager Stadtteil Scheveningen. Und genauso lange besuche ich mit meinem Sohn regelmäßig die Miniaturwelt Madurodam. Als Vierjähriger stand er mit offenem Mund vor den kleinen Eisenbahnen und dem Öltanker, der in Flammen aufging und in letzter Minute von Feuerwehrbooten gerettet wurde. Später entdeckte er im – inzwischen interaktiv gewordenen – Park dank vieler Hebel und  Steuerknüppel, wie Containerschiffe beladen werden und Windräder die meiste Energie erzeugen. Und nun stehe ich wieder in Madurodam. Mein Sohn ist inzwischen 14 Jahre alt und selbst als Teenager noch neugierig auf das, was uns heute Abend während des Winterfestes in Madurodam erwartet.

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  • Kulturell gerechtfertigter Voyeurismus
    Marloes Tervoort, Sonntag, 20. Oktober 2013

    Amsterdamer sind stolz auf ihr IDFA, das 1988 ins Leben gerufen wurde, um ‚die Dokumentationskultur national und international zu stimulieren‘. Die Karten sind meistens schon lange im Voraus vergriffen, aber glücklicherweise habe ich einen Freund, der mir jedes Jahr eine Übersicht der Dokumentationen schickt, die ich unbedingt sehen muss. Ich muss also nur auswählen und mein Freund besorgt dann die Karten für diese kleinen Kostbarkeiten im Programm.

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  • Alternativ genießen
    Marloes Tervoort, Mittwoch, 16. Oktober 2013

    Mit einer über 20 jährigen Tradition hat sich das Crossing Border Festival inzwischen auch international einen Namen gemacht. Beispielsweise traten 2007 Rufus Wainwright und Patti Smith auf. Und 2012 sprach Robert Kaplan im Rahmen des neuen Festivalabschnitts Border Sessions, bei dem Schriftsteller und Philosophen ihre Vision der Welt vorstellen. Aber das schönste an Crossing Border finde ich doch nach wie vor die Mischung aus etablierten Künstlern und neuen Talenten.

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  • Rotterdam kulinarisch
    Ulrike Grafberger, Freitag, 11. Oktober 2013

    Mein Magen knurrt – die beste Voraussetzung für einen Besuch beim World Food Festival in Rotterdam. Ich mache mich auf den Weg in die Hafenstadt an der Maas.

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  • Die Niederländer und ihr Bier
    Amber el Zarow & Harold Verhagen, Freitag, 13. September 2013

    Sogar James Bond hat entdeckt, wer das beste Bier braut; in seinem letzten Film trank er ein holländisches Blondes. Mit bereits 678 Brauereien im Jahr 1819 haben die Holländer eine enorme Erfahrung im Bierbrauen gesammelt. Während sich diese Zahl im Laufe der Jahre reduziert hat, hat unser Bier an Aroma und Qualität zugenommen. Die Holländer rangieren auf Platz 14 im Pro-Kopf-Bierkonsum, mit circa 77 Litern  pro Person jährlich. Im Januar 2014 wird das gesetzliche Mindestalter für den Alkoholkonsum von 16 auf 18 Jahre angehoben. Dann werden erstmals in der Geschichte Hollands das Mindestalter für das Führen eines Pkw und das gesetzliche Mindestalter für den Alkoholkonsum identisch sein. 

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  • Matjeshering – ein Genuss!
    Ulrike Grafberger, Mittwoch, 4. September 2013

    Immer, wenn mich meine Eltern in Scheveningen besuchen, dann führt ihr erster Weg zum Hafen. „Wir gehen schnell mal Matjes essen!“ Angeblich ist der Hering nirgendwo so gut und frisch wie in Scheveningen.
    Kein Wunder, denn in Scheveningen gibt es noch eine Fischereiflotte, die den Hering fangfrisch in den Hafen bringt, wo er dann in diversen Läden und Restaurants angeboten wird. Der Hering hat hier Tradition, was auch das Wappen von Scheveningen zeigt: Es besteht aus drei Heringen.

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  • Eine Nacht im Museum
    Marloes Tervoort, Dienstag, 3. September 2013

    Ich erinnere mich noch gut an meine erste Museumnacht in Amsterdam. Meine Kollegen und ich hatten lange im Voraus Karten besorgt und freuten uns darauf, im Museum in die Nacht zu tanzen. Für uns war klar, dass wir diesen Event keinesfalls verpassen dürfen. Ich sehe mich noch zu DJ Per im Tropenmuseum schwofen. Davor waren wir im Stedelijk, im Rijksmuseum und im Jewish Historical Museum, um nur ja nichts zu verpassen. Letztendlich setzt ein so ausgefüllter Abend eine gute Planung und ein ordentliches Fahrrad voraus.

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  • Wilder Osten
    Denise Kortlever, Dienstag, 3. September 2013

    Auch wenn Holland ein relativ kleines und dicht besiedeltes Land ist, gibt es dank sorgfältiger Wildpflege eine relativ hohe Wildpopulation. Wälder und Felder bieten Lebensraum für viele Hasen, Wildschweine, Fasane und Rehe. Speziell der Osten des Landes ist für sein hervorragendes Wildfleisch bekannt. Der sandige Boden des Naturschutzgebiets Veluwe zwingt die Tiere nämlich, intensiv nach Futter zu suchen. Und diese Anstrengungen wirken sich positiv auf die Fleischqualität aus, es wird dadurch schön zart. Wild gilt als ‚ehrliche‘ und wahrscheinlich auch als die einzig wirklich nachhaltige Fleischsorte.

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  • Hochprozentiges mit Tradition: Jenever
    Ulrike Grafberger, Mittwoch, 7. August 2013

    Er wird auch als Lebenswasser bezeichnet, der Jenever, dessen deutsche Schreibweise Genever lautet. Ebenso wie seine Brüdern und Schwestern in anderen Ländern – Whisky, Wodka, Aquavit – war Hochprozentiges früher auch in Holland unverzichtbar. Denn das Trinkwasser wurde damals aus den Grachten geholt; gleichzeitig dienten die Grachten als Abwasserkanal. Was das genau bedeutet, kann sich jeder sicher gut vorstellen. Und jetzt kommt Alkohol ins Spiel: Aufgrund seiner desinfizierenden Wirkung sorgte er dafür, dass nicht nur ein verdorbener Magen wieder ins Gleichgewicht kam, sondern auch das Ausbreiten von Krankheiten verhindert wurde.

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  • Gemeinsam speisen
    Denise Kortlever, Montag, 29. Juli 2013

    Durch Internet und Soziale Medien sind wir mit der gesamten Welt verbunden. Aber zugleich scheinen die Menschen zunehmend auch ‚echte‘, persönliche Kontakte zu pflegen. Wir möchten unsere Nachbarn wirklich kennenlernen, gemeinsam mit inspirierenden, neuen Menschen essen, und Gerichte aus anderen Kulturen kosten. Essen mit anderen teilen scheint die ultimative Möglichkeit zu sein, mit einander in Kontakt zu kommen.

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  • Der Käsemarkt von Alkmaar
    Ulrike Grafberger, Montag, 22. Juli 2013

    Rund 2.400 große Käseräder stapeln sich auf dem Platz vor dem schönen alten Gebäude, das die Waagen beherbergt. Dazwischen rennen Männer mit Hüten im Laufschritt umher, um den Käse im Eiltempo vom Platz zur Waage zu bringen. Im Waagehaus werden dann das Gewicht der Käselaibe und damit auch der Verkaufspreis bestimmt. Danach bringen die Käseträger den Käse wieder zurück auf den Platz, wo er seinem künftigen Besitzer ausgehändigt wird. Soweit das Geschehen auf dem Hauptplatz von Alkmaar, das sich im Minutentakt wiederholt. Und um den Platz herum? Dort steht eine ganze Armada von Touristen, die sich dieses freitägliche Schauspiel nicht entgehen lassen möchte. Ich höre viel Deutsch, Englisch und einen Mix aus asiatischen Sprachen. Der Käsemarkt scheint sich bis in die entlegensten Ecken der Welt herumgesprochen zu haben. Kein Wunder, denn der Käsemarkt von Alkmaar ist der größte und meistbesuchte Käsemarkt der Welt.

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  • Radeln durch die Speisekammer Hollands
    Ulrike Grafberger, Dienstag, 9. Juli 2013

    Bestens vorbereitet stehe ich im Fremdenverkehrsbüro (VVV) von Kamperland. Fahrrad ist reserviert, Übersichtskarte ausgedruckt. Wir möchten zur kulinarischen Radtour durch Noord-Beveland, eine zeeländische Halbinsel, aufbrechen. Fehlt nur noch eine detaillierte Radwegekarte mit allen Seitenstraßen. Man weiß ja nie, mein Orientierungssinn ist nicht der beste. Die freundliche Dame blickt kurz auf meine Mini-Karte: „Prima, die ist ausreichend.“ Ungläubig schaue ich sie an. „Die Knotenpunkte sind wichtig. Glauben Sie mir!“ Sie sollte Recht behalten. Das niederländische Radwegenetz ist so gut ausgebaut, dass man an jeder Kreuzung einen sog. knooppunt, einen Knotenpunkt findet. Der Knotenpunkt hat eine Nummer und gibt die Richtung zum nächsten Knotenpunkt an. Alle Achtung – das ist wirklich kinderleicht. Und wir haben uns kein einziges Mal verfahren.

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  • Lust auf holländischen Käse?
    Ulrike Grafberger, Montag, 10. Juni 2013

    Für uns in Holland ist das ganz einfach. Bekommen wir Appetit auf ein Stück Käse, dann gehen wir in einen der vielen kaaswinkels, in dem sich die Goudaräder bis an die Decke türmen und es herrlich nach Käse duftet. Dort decken wir uns mit oude kaas ein, nehmen noch einen kleinen runden boerenkaas (Bauernkäse) mit und naschen im Laden ausgiebig von den Käsewürfeln, die zum Probieren ausliegen. Doch was macht man, wenn man in Hamburg oder Heidelberg einen unstillbaren Appetit auf einen holländischen Käse bekommt?

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  • Auf zur Parade!
    Marloes Tervoort, Donnerstag, 6. Juni 2013

    Das umherziehende Theaterfestival ‚De Parade‘ ist ein Begriff in Holland. Von Juni bis August kommt es nach Den Haag, Utrecht, Rotterdam und Amsterdam. Und auch wenn die holländischen Sommer nicht wirklich tropisch sind, verwandelt ‚De Parade‘ jede Art von Sommer in eine heiße Party. Für mich persönlich ist es die nostalgische Atmosphäre, die von den kleinen Zirkuszelten ausgeht, die als Theater dienen, von den provisorischen Hütten, die als Restaurants genutzt werden und das Karussell mittendrin. Bei De Parade herrscht eine fröhliche Atmosphäre, die sich auf das Publikum überträgt, das größtenteils aus hippen Leuten in den Dreißigern besteht.

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  • Mehr als nur ein Jazz-Fest
    Marloes Tervoort, Dienstag, 4. Juni 2013

    Traditionsgemäß war Den Haag die Adresse für das größte, international führende Jazzfestival Hollands. Als North Sea Jazz 2006 nach Rotterdam umzog, war das für seine treuen Fans durchaus gewöhnungsbedürftig. Wenngleich die beiden Städte nicht weit voneinander entfernt sind, strahlen sie dennoch eine ganz unterschiedliche Atmosphäre aus. Und außerdem war das Festival so eng mit der Stadt Den Haag verbunden, dass sich in Rotterdam eine neue Tradition entwickeln musste.

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  • ‚West‘ ist der beste
    Marloes Tervoort, Montag, 27. Mai 2013

    Zugegeben, es ist eine ganz schöne Entfernung von meinem Zuhause, vorbei am Scheepvaartmuseum und am Hauptbahnhof und entlang der Haarlemmerstraat, aber es ist die Strecke jedes Mal wieder wert. Manchmal komme ich für ein Picknick auf den Westerpark Wiesen und zu anderen Gelegenheiten gönne ich mir ein paar Scones und einen Kaffee im ‚Bakkerswinkel‘, ehe ich mich in die Dunkelheit zurückziehe, um mir im gemütlichen ‚Ketelhuis‘ Kino einen Film anzusehen.

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  • Das Geheimnis der Texel-Lämmer
    Denise Kortlever, Montag, 6. Mai 2013

    Die Qualität von Texel-Lamm ist hervorragend und wird auf der ganzen Welt gelobt. Sogar die niederländische Königin Beatrix gibt zu, ein Fan davon zu sein, und angeblich lässt sie es zu Staatsbanketten ausländischen Staatsoberhäuptern servieren. Das Geheimnis, das sich hinter Texel-Lamm versteckt, ist sein einzigartiger Geschmack: ein leicht salziges Aroma, das von der salzigen Luft und dem salzhaltigen Boden stammt. Das Fleisch ist extrem zart und saftig.

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  • Die Freiheit feiern
    Marloes Tervoort, Mittwoch, 24. April 2013

    Am Befreiungstag feiert Holland das Ende des Zweiten Weltkrieges am 5. Mai 1945. Auch wenn sich manche fragen, wie lange wir dieses Ereignisses noch gedenken müssen, bin ich der Meinung, dass wir die Freiheit, in der wir leben, nie genug schätzen können, damit wir sie nicht einfach für gegeben hinnehmen.

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  • Genüsslich feiern
    Denise Kortlever, Mittwoch, 24. April 2013

    Im Frühjahr und Sommer kann es foodies schwer fallen sich zu entscheiden, welches Festival sie besuchen sollen, denn das Angebot an kulinarischen Veranstaltungen ist unglaublich groß. Das älteste und größte holländische kulinarische Festival ist Preuvenemint in Maastricht (22. – 25. August) und in Amsterdam ist es das internationale Festival Taste (6-9 Juni), bei dem Restaurants ihre signature dishes präsentieren, und das mit großem Erfolg. Relativer Neuling ist Rollende Keukens (9. – 12. Mai), bei dem die große Vielfalt an speziellen mobilen Ständen und Food Trucks ein junges und hippes Publikum anzieht. Und das sind nur drei Beispiele.

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  • Für Jung und Alt
    Marloes Tervoort, Mittwoch, 24. April 2013

    Wenn man auf dem Museumplein steht und das neoklassizistische Concertgebouw bewundert, kann man sich kaum vorstellen, dass 1881, als der Bau genehmigt wurde, hier, außerhalb der Stadtgrenzen, überall Sumpfgebiet war. Mit dem kürzlich wiedereröffneten Stedelijk Museum schräg über der Straße und dem frisch renovierten Rijksmuseum fast genau gegenüber schlägt hier jetzt das kulturelle Herz der Stadt.

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  • Hoch lebe die Königin!
    Marloes Tervoort, Dienstag, 23. April 2013

    Ein rot-weiß-blaues Fähnchen auf meiner Wange. Orangefarbenes Kleid an. Die Straße mit Menschen gefüllt. An jeder Ecke wird Bier gezapft. Der gemütliche Freimarkt, wo jeder seine ausgedienten Sachen vom Dachboden anbietet. Der Duft von warmem Fleisch auf dem Teller. Musik, die aus den Boxen schallt. Oh, ich lieeeebe Koninginnedag!

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  • Eine Kathedrale der Kunst
    Ulrike Grafberger, Dienstag, 9. April 2013

    Das große Ereignis steht unmittelbar bevor: Am 13. April 2013 öffnet das Rijksmuseum wieder seine Pforten. Königin Beatrix wird – als letzte offizielle Amtshandlung – die Aufgabe der Wiedereröffnung übernehmen. Doch schon im Vorfeld sind die Medien – und nicht nur die niederländischen – voller Beiträge über das Reichsmuseum, die Supermarktkette Albert Heijn verkauft Milch- und Joghurtpackungen mit Abbildungen von Meisterwerken aus dem Rijksmuseum, und der Umzug der Nachtwache wurde sogar im deutschen Fernsehen übertragen. Warum der ganze Medienrummel? Ist das Rijksmuseum nicht ein Museum unter vielen? Ein ganz klares Nein.

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  • Wurst auf dem Vormarsch
    Denise Kortlever, Montag, 18. März 2013

    Die Wurst war ursprünglich ein eher gering geschätztes Lebensmittel und galt eher als schneller, fettiger Snack. Aber das hat sich definitiv geändert. Ganz im Trend mit der ethischen Haltung der Konsumenten gegenüber Fleischwaren, scheint jeder heutzutage seine eigene Wurst  herzustellen, von kulinarischen Enthusiasten, die selbst zuhause kreativ werden, bis hin zu Küchenchefs einer ganzen Bandbreite an Restaurants.

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  • Das International Film Festival Rotterdam
    Heather Tucker, Dienstag, 5. März 2013

    Dieses Jahr fand die 42. Ausgabe des International Film Festivals Rotterdam (IFFR) vom 23. Januar bis 3. Februar 2013 statt. Ich nahm erstmals 2010 an diesem Festival teil, als ich ein Werbeplakat an der Straße sah und noch keine Idee hatte, worum es dabei eigentlich geht. Und jedes Jahr bin ich wieder von neuem überrascht, welches Vergnügen mir dieses Festival bereitet und jedes Jahr versuche ich noch mehr Filme zu sehen als im Jahr zuvor (gar nicht so schwierig, wenn man mit nur einem Film angefangen hat!). Auch dieses Jahr war keine Ausnahme.

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  • Probieren Sie traditionelle holländische Gerichte
    Denise Kortlever, Dienstag, 5. März 2013

    Fragen Sie einen Franzosen zu typisch französischen Gerichten, und er wird Ihnen wahrscheinlich Croissants und Bouillabaisse nennen. Spanier schwören auf ihre landestypischen Tapas und für die Italiener geht nichts über ihre ‚pasta di mamma‘. Aber wie verhält sich das mit holländischen Gerichten, gibt es so etwas wie die traditionelle holländische Küche? Die Antwort lautet ja, und die Beliebtheit dieser Gerichte scheint sogar zuzunehmen.

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  • Ein Leben für Livemusik
    Candy Dulfer , Dienstag, 5. März 2013

    Manche Künstler schließen sich lieber in einem Studio ein, um eine CD aufzunehmen. Sie meiden die Bühne und haben scheinbar Angst davor, Fehler zu machen. Für mich persönlich gibt es nichts Schöneres als Liveauftritte, da das Spielen vor Publikum das einzig Echte ist. Auch die kleinsten Fehler werden bemerkt, aber das ist in Ordnung. Manchmal wünsche ich mir sogar, dass etwas daneben geht, denn dann macht es erst richtig Spaß! Ich liebe Spontaneität und Improvisieren. Musiker spüren es, wenn ein echter Kontakt mit dem Publikum entsteht und deshalb trete ich nicht gerne bei Veranstaltungen mit gedimmtem Licht auf; ich möchte die Gesichter der Zuhörer und deren Reaktionen sehen.

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  • Marqt und Märkte
    Denise Kortlever, Dienstag, 5. März 2013

    Marqt ist eine neue Art von Markt; eine Kette authentischer Lebensmittelgeschäfte als Alternative zum traditionellen Supermarkt. Die Läden in Amsterdam, Haarlem und Den Haag (Rotterdam steht kurz vor der Eröffnung) bieten frische, biologische Nahrungsmittel in inspirierender und attraktiver Umgebung. Die Gründer Quirijn Bolle und Meike Beeren, die für internationale Lebensmittelhändler tätig waren, stellten fest, dass dort nicht viel Platz für frische, echte Lebensmittel geboten wurde, und fanden es an der Zeit, dies zu ändern. „Die Kunden scheinen sich zunehmend für die Qualität und den Hintergrund der von ihnen gekauften Produkte zu interessieren und finden in den traditionellen Supermärkten keine ‚echten‘ Nahrungsmittel mehr. Marqt bringt Kunden mit Bauern und Produzenten zusammen, die ihnen genau diese authentischen Produkte bieten.“

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  • Zum Lachen in den Keller!
    Marloes Tervoort, Mittwoch, 13. Februar 2013

    Ein Abend ausgehen in einem Keller weckt etwas in mir. Durch den Mangel an Tageslicht bin ich gleich in meinem Element, sozusagen. Das galt auch schon für die Kellerbar des Gebäudes in dem ich studiert habe. Man kam gegen 5 Uhr nachmittags auf einen Drink rein und kugelte sechs Stunden später betrunken heraus. Im Toomler Comedy Club benehme ich mich gesitteter, aber ich finde es dort genauso gemütlich.

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  • Food=Design
    Denise Kortlever, Mittwoch, 13. Februar 2013

    Weshalb ist Tee in einem Teebeutel? Warum werden in Restaurants so viele Nahrungsmittel verschwendet? Katja Gruijters beginnt ihr Projekt stets damit, das Offensichtliche in Frage zu stellen. Essen stellt nicht nur ein Grundbedürfnis der Menschen dar, es ist auch Teil unserer Kultur und dadurch mit Ritualen und menschlicher Interaktion verbunden. Gruijters möchte auf positive Weise zu unserer Esskultur beitragen und entwirft dazu innovative Nahrungsmittel, wie Süßigkeiten aus Blumen, essbare Teller und Schokoladetafeln in Form von Spitze. Derzeit liegt ihr Haupt-Fokus auf der Nachhaltigkeit unserer Nahrung. Eigenartige europäische Nahrungsmittelgesetze (es gibt strenge Regeln bezüglich der Größe und Form von Obst und Gemüse, beispielsweise müssen Bananen perfekt gebogen sein) haben Gruijters davon überzeugt, dass es an der Zeit ist, unsere Wahrnehmung von Nahrungsmitteln neu zu definieren und echten, ehrlichen Produkten den Vorzug zu geben. Deshalb arbeitet sie an Projekten, die zum Nachdenken anregen sollen, wie ein Restaurant ohne Abfälle und Gerichte, die aus Resten zubereitet werden.

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  • Viva España en Holanda
    Racheda Kooijman, Montag, 7. Januar 2013

    Könnte es sein, dass in jedem Holländer heimlich ein leidenschaftlicher Spanier schlummert? Sind die eher ruhigen und nüchternen Holländer im tiefsten Inneren feurig und leidenschaftlich? Falls ja, würde dies erklären, weshalb Spanien ein so beliebtes Reiseziel darstellt und weshalb der Flamenco in Holland so populär ist. Jede größere Stadt hat populäre Flamenco-Schulen, und wenn spanische Künstler auf holländischen Bühnen auftreten, sind die Karten im Nu vergriffen. Die erste Biennale im Jahr 2006 war deshalb nur eine Frage der Zeit, und seitdem versammeln sich hier alle zwei Jahre die besten spanischen Flamenco-Künstler, um die neuesten Entwicklungen zu präsentieren. Und aufgrund der ‚Fremdbestäubung‘ mit anderen Musikkulturen und -genres bezeichnen die Organisatoren die Veranstaltung als „Flamenco in verschiedensten Tonarten“.

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  • Apfelkuchen als Seelentröster
    Denise Kortlever, Mittwoch, 13. Februar 2013

    Fragen Sie einen Holländer zu seinem Lieblingskuchen, dann wird die Antwort vermutlich ‚Apfelkuchen‘ lauten. Die meisten Familien haben ein Lieblingsrezept, das von Generation zu Generation weitergereicht wird, wobei ihm jede ihre eigene besondere Note verleiht. Das einzige was sie alle gemein haben, ist der warme Duft von Zimt und frische Schlagsahne.

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