Holländisches Design & Architektur

Die holländische Architektur ist berühmt für ihre mitunter gewagten, verspielten und intelligenten Design-Lösungen. Die Entwürfe von Meistern wie Rem Koolhaas und Ben van Berkel kann man Großstädten auf der ganzen Welt aber auch in ihrem Heimatland bewundern. Unsere Blogger sagen Ihnen, wohin Sie gehen müssen.

  • Holländische Verführung
    Elleke van Duin, Freitag, 10. Oktober 2014

    Man würde es vielleicht nicht erwarten, aber Holländer haben etwas mit Unterwäsche. Jahrhunderte lang haben uns Unterhemden, lange Unterhosen und Pyjamas während der langen, kalten Winter warm gehalten. Deshalb wurden die soliden Stoffe von Jansen&Tilanus (gegr. 1869) wie warme Semmeln verkauft. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges konnte die Firma jedoch nicht mehr gegen die Billiglohnländer konkurrieren. Ten Cate übernahm das Zepter und versorgt seitdem die Holländer mit funktioneller und bequemer Unterwäsche. Denn praktisch wie die Holländer einmal sind, ist auch eine gute Passform wichtig.

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  • Das bessere Schuhwerk
    Elleke van Duin, Montag, 10. März 2014

    Wenn es im Ausland um mein Lieblingsthema, Schuhe, geht, merke ich, dass unser Jan Jansen doch einiges erreicht hat. Aber er ist dann auch der einzige einheimische Schuhdesigner mit Weltruhm. Schade, denn seit die Kunstakademie in Arnheim, ArtEZ, einen Master-Studiengang für Schuhdesigner anbietet, kommen jedes Jahr neue Talente hinzu.

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  • Eindhoven, Hauptstadt des holländischen Designs
    Jeroen Apers, Mittwoch, 16. Oktober 2013

    Es war der innovative Geist der Familie Philips, der das ruhige Dorf Eindhoven bekannt machte. Philips startete als eines der ersten Unternehmen mit der Massenproduktion von Glühlampen. Dann kam der Erfolg mit dem Kassettenrekorder und später mit der CD. Da der Wohlstand der Stadt auf innovativem Design basiert, ist es nicht verwunderlich, dass in Eindhoven die erste Design Academy Hollands entstand, die bereits zahlreiche weltberühmte Designer hervorbrachte.

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  • Manhattan an der Maas
    Jeroen Apers, Dienstag, 15. Oktober 2013

    Verglichen mit anderen Ländern wirken die Skylines holländischer Städte nicht besonders beeindruckend. In Anbetracht des weichen holländischen Bodens sind die Hochhäuser in Rotterdam laut Jeroen Apers dennoch ziemlich spektakulär.

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  • Give Peace a Chance
    Ulrike Grafberger, Montag, 2. September 2013

    Zur großen Geburtstagsfeier sind sie alle gekommen: König Willem-Alexander, der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-Moon, Ministerpräsident Mark Rutte, der Bürgermeister von Den Haag, Jozias van Aartsen, die Friedensnobelpreisträgerin Leymah Gbowee und der Vorsitzende der Carnegie-Stiftung Bernard Bot. Der Anlass? Der Friedenspalast in Den Haag feiert sein 100-jähriges Jubiläum.

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  • 2nd-Hand-Restaurants
    Jeroen Apers, Montag, 5. August 2013

    Ich komme gern in die Noorderparkbar in Amsterdam-Nord. Das ist eine kleine Bar, die komplett aus Materialien gebaut ist, die von Marktplaats stammen, der holländischen Variante von eBay. Das Ergebnis überließen die Designer ganz dem Zufall, und sie verwendeten ausschließlich, was auf dieser Website zu finden war. Da das gesamte Baumaterial bei Privatpersonen abgeholt wurde, hat jedes Teil der Bar seine eigene Geschichte. Und das ist ausführlich im (holländischen) Weblog hetkomtaltijdgoed.nl kommentiert. Nett zu lesen, während man seinen Kaffee schlürft.

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  • HEMA: Dutch Design zum erschwinglichen Preis
    Jeroen Apers, Freitag, 26. Juli 2013

    Wie eigentlich alle Holländere gehe ich gern und oft zu HEMA. Weil man da praktisch alles findet: von der Büroklammer bis zur Gardine und von (Kinder-)Unterwäsche bis zu Brötchen mit Wurst (sehr zu empfehlen!). Vor neunzig Jahren wurde die Hollandsche Eenheidsprijzen Maatschappij Amsterdam (holländische Einheitspreis-Gesellschaft Amsterdam) als Schnäppchenladen mit festen Preisen gegründet. Und noch immer zeichnet sich HEMA durch sein unvergleichliches Preis-/Leistungsverhältnis aus. Aber was HEMA tatsächlich von anderen Preiskriegern unterscheidet, ist seine deutliche Philosophie, die besagt, dass preisgünstig nicht gleich grau oder hässlich sein muss. Die Produkte sind eher sachlich, man muss direkt erkennen können, wozu sie dienen. Überflüssige Details werden weggelassen. Jedes Produkt muss der strengen ‚HEMA-Stilbibel‘ gerecht werden. Eine Formel, die Erfolg garantiert.

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  • Holländisches Design auf zwei Rädern
    Jeroen Apers, Dienstag, 25. Juni 2013

    Holländische Städte wären ohne die sportlichen Mütter auf ‚bakfietsen‘ (Kistenrad) nicht dasselbe. Da der Autoverkehr in kleineren und größeren Städten stark eingeschränkt wird, die Eltern jedoch ihre Kinder zur Schule bringen müssen, bieten geschickte Fahrradhersteller eine Alternative. Es gibt mittlerweile verschiedenste Typen, aber das verlängerte Fahrrad mit einer vorne montierten Kiste für Einkäufe und die Kinder wird allmählich zu einem Design-Klassiker.

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  • Architektur entlang der holländischen Küste
    Jeroen Apers, Mittwoch, 15. Mai 2013

    Scheveningen ist ein Fischerdorf, das sich zum größten Badeort Hollands entwickelt hat. Der zugehörige Boulevard wurde vor kurzem völlig umgestaltet, von einem geraden Gehsteig in eine zierliche Promenade. Man kann dort jetzt herrlich im spanischen Stil flanieren. Nicht ganz verwunderlich, da der Entwurf vom katalanischen Architekten Manuel De Solà-Morales stammt. Und wenn Sie doch einen Spaziergang unternehmen, sehen Sie sich auch noch die netten Pavillons dort an. Wie zum Beispiel ‚Fiets&Stal‘ des Künstlers John Körmeling, ein Fahrradreparaturladen, der eher an eine Vorkriegs-Tankstelle erinnert. Auch das Museum Beelden aan Zee ist sehenswert. Wo man eigentlich ein auffälliges Gebäude am Boulevard erwartet, verbirgt sich dieses Museum in den Dünen unter dem Königlichen Pavillon de Witte. Ein echtes Suchspiel!

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  • Der Italiener des Nordens
    Ulrike Grafberger, Sonntag, 21. April 2013

    Mein Design-Gefühl sagt mir: Je weiter nördlich es geht, desto klarer werden die Linien. Minimalismus scheint das Kennzeichen des Nordens zu sein, Überschwänglichkeit das des Südens. Doch mein Besuch in dem vom niederländischen Designer Marcel Wanders eingerichteten Andaz Hotel bringt mich aus dem Konzept: Riesige Kronleuchter hängen von der Decke, Gäste sitzen auf dunklen, verschnörkelten Sofas, und schwere Teppiche schaffen eine Wohnzimmeratmosphäre. An der Wand erstreckt sich ein großes, dunkles Bücherregal voller Vasen in Delfter Blau, Bildern von Königin Beatrix, Design-Büchern, Globen und alten Landkarten. Alles in allem eine doch recht barocke und opulente Kulisse. Stammt das wirklich aus der Hand eines Niederländers?

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  • Art Rotterdam
    Ulrike Grafberger, Donnerstag, 4. April 2013

    Heute steht ein Besuch der Art Rotterdam auf dem Programm. Die Art Rotterdam gehört zu den bedeutendsten Kunstmessen der Niederlande. Rund 70 Galerien aus ganz Europa, darunter die Top-Galerien der Niederlande wie West und Grimm, zeigen aktuelle Kunst. Schon allein die Location ist genial: im Cruise Terminal auf dem Wilhelminapier – für mich die schönste Ecke von Rotterdam. Hier liegen die berühmte Erasmusbrücke, das legendäre Hotel New York, die spannendsten Wolkenkratzer und eine Reihe ausgedienter Lagerbauten, die heute als Event-Location dienen.

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  • Schwimmende Architektur
    Jeroen Apers, Montag, 18. März 2013

    Die Holländer lieben es nicht nur nahe am Wasser zu leben – denken Sie an die berühmten Grachtenhäuser – sondern sogar auf dem Wasser. Ein spektakuläres Beispiel ist das Hausboot De Omval in Amsterdam, gestaltet von den jungen Architekten von +31 architects. Ein futuristisches Gebilde mit abgerundeten Ecken und einer Glasfassade. Der Innenraum ist auf zwei Ebenen verteilt, mit offenem Durchgang von der Dachterrasse zum Schlafzimmer im Erdgeschoss. Und der Blick über das Wasser lässt einen fast vergessen, dass man sich mitten in einer belebten Großstadt befindet.

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  • Architektur entlang der IJ
    Jeroen Apers, Dienstag, 5. März 2013

    Die meisten Amsterdam-Besucher gehen gleich vom Hauptbahnhof (Centraal Station) zum Dam, zu den Grachten oder zum Museumplein. Eigentlich schade, denn wenn Sie den hinteren Bahnhofsausgang benutzen, werden Sie mit einem phantastischen Blick auf die IJ belohnt, dem Gewässer, welches das Stadtzentrum vom nördlichen Teil Amsterdams trennt. Entlang der Ufer sind in den letzten Jahren zahlreiche architektonische Blickfänger entstanden.

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  • Uhrmacher greift nach den Sternen
    Elleke van Duin, Mittwoch, 13. Februar 2013

    Angenommen, Sie suchen eine neue Uhr. Dann können Sie natürlich ein trendiges Modell von irgendeinem Modedesigner erwerben, aber wenn Sie etwas wirklich Außergewöhnliches suchen, sollten Sie sich für ein Mini-Kunstwerk des Uhrmachers Christiaan van der Klaauw (1944) entscheiden. Dieser Friese, der seit 1974 in seinem Atelier in Joure Uhren fertigt, ist schon sein ganzes Leben lang von unserem Sonnensystem fasziniert. So sehr, dass er sich ab 1992 sogar auf Uhren mit astronomischen Komplikationen spezialisierte. Auf Wunsch baut er sogar ein ganzes Planetarium in eine Armbanduhr ein. „Die Entfernungen zwischen den Planeten sind enorm, und doch umkreisen sie einander mit unglaublicher Präzision. Ich wollte diesen wunderbaren Mechanismus auf einem Ziffernblatt festhalten“, erklärt er.

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  • Dress Dutch
    Elleke van Duin, Mittwoch, 13. Februar 2013

    Als Iris van Herpen 2011 bei der Paris Haute Couture Woche ihr Debüt gab, geriet die internationale Modepresse völlig aus dem Häuschen. Die Washington Post bezeichnete sie als gar als ‚holländisches Wunderkind mit einer beeindruckenden Kollektion‘, ein Lob, von dem sie bei ihrer ersten Teilnahme an der AFW im Jahr 2007 nur träumen konnte. Ihre futuristischen Leder-Vorzeigestücke mit schwingenden Fischschwänzen und riesigen Flügeln machten sofort Eindruck. Sie gewann verschiedene Modepreise, und ihre Kreationen wurden von Björk und Lady Gaga getragen. Um der ganzen Welt zu zeigen, dass sie mehr kann als ‚arty‘ Fashion, arbeitet Iris derzeit an ihrer ersten prêt-à-porter Kollektion, die im März 2013 auf den Markt kommen soll. In der Zwischenzeit müssen sich alle, die einen echten ‚van Herpen‘ tragen möchten, mit einem Schuh aus ihrer Hand zufrieden geben, der von der Schuhmarke United Nude vertrieben wird.

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