Inselhüpfen

Denise Mosbach, vrijdag 26 juli 2013

Wenn wir über die Wattinseln sprechen, meinen wir Texel, Vlieland, Terschelling, Ameland und Schiermonnikoog. Inseln im Norden unseres Landes, die einander auf den ersten Blick recht ähnlich sind. Aber beim ‚Insel-Hopping‘ stellte ich schnell fest, dass jede dieser Inseln doch ihren ganz eigenen Charakter hat.

Ich begann mein Inselabenteuer auf Texel, der größten und vielleicht auch populärsten Wattinsel. Begleitet wurde ich dabei von einer Freundin, der berühmten Texel-Bewohnerin Diana Kuip. Sie nahm mich zunächst mit zum Golfen im Naturgebiet De Slufter. Dort zu wandern ist schon schön, aber Golfen ist dort ein echtes Erlebnis. Die Atmosphäre ist ganz ungezwungen und entspannt. Anschließend bestellten wir eine Tasse Kaffee im neuen, hippen und stilvollen Strandcafé Paal 17. Ein netter Ort und sicher spektakulär im Sommer bei Sonnenuntergang. Zum Schluss dinierten wir in ’t Pakhuus, einem Restaurant im Hafen – ich habe selten so frischen Fisch gegessen...

Von Texel aus nahm ich das sogenannte ‚Hopboot‘ nach Vlieland. Mit nur einem Dorf ist Vlieland weit als Texel. Die Nacht verbrachte ich im WestCord Standhotel Seeduyn, das vor kurzem renoviert und in ein nobles Hotel mit Spa und einem Hallen- und beheiztem Freibad umgezaubert wurde. Nach einer schier endlosen Wanderung erreichte ich schließlich De Dining, einen trendigen Hafenpavillon im luxuriösen neuen Jachthafen mit herrlichem Blick auf das Watt.

Wer etwas mehr Lebendigkeit sucht, sollte besser nach Terschelling, meinem nächsten Ziel weiterreisen. Der kleine Ort West-Terschelling bietet allerlei nette Kneipen und kleine Restaurants. Ein wahres Kleinod ist Lust, ein Laden kombiniert mit einem Restaurant, mit herrlichen, überwiegend hausgemachten Produkten. Die kulinarischen Leckereien trainiert man anschließend bei einer Wanderung durch das Naturreservat De Boschplaat wieder herunter. Übrigens gibt es im Juni einen weiteren guten Grund, um Terschelling zu besuchen, nämlich das populäre Oerol-Festival mit Theater, Musik und Poesie, und mit Terschelling als lebendigem Dekor. Bestellen Sie rechtzeitig Karten, denn sie sind schnell ausverkauft.

Man kann die Wattinseln nicht verlassen, ohne eine Wattwanderung unternommen zu haben! Das stand auf Ameland auf meinem Programm, und es ist wirklich eine einmalige Erfahrung. Man geht an Bord des Robbenboots, und von einem Moment auf den anderen wandert man auf dem Boden des Wattenmeers, das während der Ebbe völlig trocken liegt. Nun ja, völlig: es ist ein ziemlich sumpfiges Unterfangen. Aber den Seehunden, die ich in der Ferne auf den Sandbänken liegen sah, ging es hervorragend!

Schiermonnikoog ist die am wenigsten hippe Insel, aber das macht wahrscheinlich gerade ihren Charme aus. Hier scheint die Zeit stillgestanden zu sein. Es ist ein Ort, den die Rastlosigkeit der restlichen Welt nicht zu erreichen scheint. Übernachten Sie im Hotel Graaf Bernstorff, das passt zu diesem zeitlosen Flair von Schiermonnikoog, mit einem Naturpark im Hintergrund und einem phantastischen Frühstück. Entspannung kannte man hier bereits noch ehe sie anderswo erfunden wurde. Ich glaube, das ist mein absoluter Favorit. Oder doch Terschelling. Hmm, ich kann mich nicht entscheiden…