Kulturelles Nachtleben

Tanzen Sie mit Rembrandt im Rijksmuseum, lassen Sie sich an einem lauen Sommerabend in einer Spielplatz-ähnlichen Festivalumgebung gehen oder gehen Sie aus, ohne Ihr Hotel zu verlassen. Dies sind nur einige Beispiele dafür, was das holländische Nachtleben zu bieten hat. Unsere Blogger möchten gern mit Ihnen ausgehen. Sind Sie dabei?

  • Cool in der Hotelbar rumhängen
    Marloes Tervoort, Freitag, 13. Juni 2014

    Wenn ich am Shoppen bin, gehe ich anschließend gern in ein Hotel, einfach um mich wie ein Tourist in der eigenen Stadt zu fühlen. Das zeitlose Gefühl eines Reisenden an einem fremden Ort befreit mich aus dem Alltagstrott. Scheinbar bin ich nicht die einzige, wenn man die zunehmende Popularität der Hotelbar betrachtet. Glücklicherweise ist dieses Vergnügen nicht mehr ausschließlich den Hotelgästen vorbehalten.

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  • LED the music play!
    Marloes Tervoort, Freitag, 9. Mai 2014

    Ich liebe es auszugehen. Ein nettes Essen, ein Drink an der Bar, Ausstellungen bestaunen, eine Theateraufführung genießen. Konzerte mag ich auch, aber wie so viele holländische Frauen bevorzuge ich Veranstaltungsorte mit einer gemütlichen Atmosphäre. Deshalb mag ich das Paradiso, den Pop-Tempel der Hauptstadt, oder das intime Bitterzoet, wo man den Künstlern zum Anfassen nah ist.

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  • Theater-Renaissance
    Marloes Tervoort, Freitag, 15. November 2013

    Theater. Ich war einst Theaterkritiker und verbrachte deshalb viel Zeit in den Theatern Amsterdams. Wenngleich mich deren Architektur anspricht, fand ich sie stets ein wenig altmodisch, mit kahlen Foyers, muffigen Garderoben, schlechtem Kaffee und so weiter.

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  • Winternächte in Madurodam
    Ulrike Grafberger, Dienstag, 5. November 2013

    Seit fast zehn Jahren wohne ich nun schon im Den Haager Stadtteil Scheveningen. Und genauso lange besuche ich mit meinem Sohn regelmäßig die Miniaturwelt Madurodam. Als Vierjähriger stand er mit offenem Mund vor den kleinen Eisenbahnen und dem Öltanker, der in Flammen aufging und in letzter Minute von Feuerwehrbooten gerettet wurde. Später entdeckte er im – inzwischen interaktiv gewordenen – Park dank vieler Hebel und  Steuerknüppel, wie Containerschiffe beladen werden und Windräder die meiste Energie erzeugen. Und nun stehe ich wieder in Madurodam. Mein Sohn ist inzwischen 14 Jahre alt und selbst als Teenager noch neugierig auf das, was uns heute Abend während des Winterfestes in Madurodam erwartet.

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  • Kulturell gerechtfertigter Voyeurismus
    Marloes Tervoort, Sonntag, 20. Oktober 2013

    Amsterdamer sind stolz auf ihr IDFA, das 1988 ins Leben gerufen wurde, um ‚die Dokumentationskultur national und international zu stimulieren‘. Die Karten sind meistens schon lange im Voraus vergriffen, aber glücklicherweise habe ich einen Freund, der mir jedes Jahr eine Übersicht der Dokumentationen schickt, die ich unbedingt sehen muss. Ich muss also nur auswählen und mein Freund besorgt dann die Karten für diese kleinen Kostbarkeiten im Programm.

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  • Alternativ genießen
    Marloes Tervoort, Mittwoch, 16. Oktober 2013

    Mit einer über 20 jährigen Tradition hat sich das Crossing Border Festival inzwischen auch international einen Namen gemacht. Beispielsweise traten 2007 Rufus Wainwright und Patti Smith auf. Und 2012 sprach Robert Kaplan im Rahmen des neuen Festivalabschnitts Border Sessions, bei dem Schriftsteller und Philosophen ihre Vision der Welt vorstellen. Aber das schönste an Crossing Border finde ich doch nach wie vor die Mischung aus etablierten Künstlern und neuen Talenten.

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  • Eine Nacht im Museum
    Marloes Tervoort, Dienstag, 3. September 2013

    Ich erinnere mich noch gut an meine erste Museumnacht in Amsterdam. Meine Kollegen und ich hatten lange im Voraus Karten besorgt und freuten uns darauf, im Museum in die Nacht zu tanzen. Für uns war klar, dass wir diesen Event keinesfalls verpassen dürfen. Ich sehe mich noch zu DJ Per im Tropenmuseum schwofen. Davor waren wir im Stedelijk, im Rijksmuseum und im Jewish Historical Museum, um nur ja nichts zu verpassen. Letztendlich setzt ein so ausgefüllter Abend eine gute Planung und ein ordentliches Fahrrad voraus.

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  • Auf zur Parade!
    Marloes Tervoort, Donnerstag, 6. Juni 2013

    Das umherziehende Theaterfestival ‚De Parade‘ ist ein Begriff in Holland. Von Juni bis August kommt es nach Den Haag, Utrecht, Rotterdam und Amsterdam. Und auch wenn die holländischen Sommer nicht wirklich tropisch sind, verwandelt ‚De Parade‘ jede Art von Sommer in eine heiße Party. Für mich persönlich ist es die nostalgische Atmosphäre, die von den kleinen Zirkuszelten ausgeht, die als Theater dienen, von den provisorischen Hütten, die als Restaurants genutzt werden und das Karussell mittendrin. Bei De Parade herrscht eine fröhliche Atmosphäre, die sich auf das Publikum überträgt, das größtenteils aus hippen Leuten in den Dreißigern besteht.

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  • Mehr als nur ein Jazz-Fest
    Marloes Tervoort, Dienstag, 4. Juni 2013

    Traditionsgemäß war Den Haag die Adresse für das größte, international führende Jazzfestival Hollands. Als North Sea Jazz 2006 nach Rotterdam umzog, war das für seine treuen Fans durchaus gewöhnungsbedürftig. Wenngleich die beiden Städte nicht weit voneinander entfernt sind, strahlen sie dennoch eine ganz unterschiedliche Atmosphäre aus. Und außerdem war das Festival so eng mit der Stadt Den Haag verbunden, dass sich in Rotterdam eine neue Tradition entwickeln musste.

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  • ‚West‘ ist der beste
    Marloes Tervoort, Montag, 27. Mai 2013

    Zugegeben, es ist eine ganz schöne Entfernung von meinem Zuhause, vorbei am Scheepvaartmuseum und am Hauptbahnhof und entlang der Haarlemmerstraat, aber es ist die Strecke jedes Mal wieder wert. Manchmal komme ich für ein Picknick auf den Westerpark Wiesen und zu anderen Gelegenheiten gönne ich mir ein paar Scones und einen Kaffee im ‚Bakkerswinkel‘, ehe ich mich in die Dunkelheit zurückziehe, um mir im gemütlichen ‚Ketelhuis‘ Kino einen Film anzusehen.

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  • Die Freiheit feiern
    Marloes Tervoort, Mittwoch, 24. April 2013

    Am Befreiungstag feiert Holland das Ende des Zweiten Weltkrieges am 5. Mai 1945. Auch wenn sich manche fragen, wie lange wir dieses Ereignisses noch gedenken müssen, bin ich der Meinung, dass wir die Freiheit, in der wir leben, nie genug schätzen können, damit wir sie nicht einfach für gegeben hinnehmen.

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  • Für Jung und Alt
    Marloes Tervoort, Mittwoch, 24. April 2013

    Wenn man auf dem Museumplein steht und das neoklassizistische Concertgebouw bewundert, kann man sich kaum vorstellen, dass 1881, als der Bau genehmigt wurde, hier, außerhalb der Stadtgrenzen, überall Sumpfgebiet war. Mit dem kürzlich wiedereröffneten Stedelijk Museum schräg über der Straße und dem frisch renovierten Rijksmuseum fast genau gegenüber schlägt hier jetzt das kulturelle Herz der Stadt.

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  • Hoch lebe die Königin!
    Marloes Tervoort, Dienstag, 23. April 2013

    Ein rot-weiß-blaues Fähnchen auf meiner Wange. Orangefarbenes Kleid an. Die Straße mit Menschen gefüllt. An jeder Ecke wird Bier gezapft. Der gemütliche Freimarkt, wo jeder seine ausgedienten Sachen vom Dachboden anbietet. Der Duft von warmem Fleisch auf dem Teller. Musik, die aus den Boxen schallt. Oh, ich lieeeebe Koninginnedag!

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  • Eine Kathedrale der Kunst
    Ulrike Grafberger, Dienstag, 9. April 2013

    Das große Ereignis steht unmittelbar bevor: Am 13. April 2013 öffnet das Rijksmuseum wieder seine Pforten. Königin Beatrix wird – als letzte offizielle Amtshandlung – die Aufgabe der Wiedereröffnung übernehmen. Doch schon im Vorfeld sind die Medien – und nicht nur die niederländischen – voller Beiträge über das Reichsmuseum, die Supermarktkette Albert Heijn verkauft Milch- und Joghurtpackungen mit Abbildungen von Meisterwerken aus dem Rijksmuseum, und der Umzug der Nachtwache wurde sogar im deutschen Fernsehen übertragen. Warum der ganze Medienrummel? Ist das Rijksmuseum nicht ein Museum unter vielen? Ein ganz klares Nein.

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  • Das International Film Festival Rotterdam
    Heather Tucker, Dienstag, 5. März 2013

    Dieses Jahr fand die 42. Ausgabe des International Film Festivals Rotterdam (IFFR) vom 23. Januar bis 3. Februar 2013 statt. Ich nahm erstmals 2010 an diesem Festival teil, als ich ein Werbeplakat an der Straße sah und noch keine Idee hatte, worum es dabei eigentlich geht. Und jedes Jahr bin ich wieder von neuem überrascht, welches Vergnügen mir dieses Festival bereitet und jedes Jahr versuche ich noch mehr Filme zu sehen als im Jahr zuvor (gar nicht so schwierig, wenn man mit nur einem Film angefangen hat!). Auch dieses Jahr war keine Ausnahme.

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  • Ein Leben für Livemusik
    Candy Dulfer , Dienstag, 5. März 2013

    Manche Künstler schließen sich lieber in einem Studio ein, um eine CD aufzunehmen. Sie meiden die Bühne und haben scheinbar Angst davor, Fehler zu machen. Für mich persönlich gibt es nichts Schöneres als Liveauftritte, da das Spielen vor Publikum das einzig Echte ist. Auch die kleinsten Fehler werden bemerkt, aber das ist in Ordnung. Manchmal wünsche ich mir sogar, dass etwas daneben geht, denn dann macht es erst richtig Spaß! Ich liebe Spontaneität und Improvisieren. Musiker spüren es, wenn ein echter Kontakt mit dem Publikum entsteht und deshalb trete ich nicht gerne bei Veranstaltungen mit gedimmtem Licht auf; ich möchte die Gesichter der Zuhörer und deren Reaktionen sehen.

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  • Zum Lachen in den Keller!
    Marloes Tervoort, Mittwoch, 13. Februar 2013

    Ein Abend ausgehen in einem Keller weckt etwas in mir. Durch den Mangel an Tageslicht bin ich gleich in meinem Element, sozusagen. Das galt auch schon für die Kellerbar des Gebäudes in dem ich studiert habe. Man kam gegen 5 Uhr nachmittags auf einen Drink rein und kugelte sechs Stunden später betrunken heraus. Im Toomler Comedy Club benehme ich mich gesitteter, aber ich finde es dort genauso gemütlich.

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  • Viva España en Holanda
    Racheda Kooijman, Montag, 7. Januar 2013

    Könnte es sein, dass in jedem Holländer heimlich ein leidenschaftlicher Spanier schlummert? Sind die eher ruhigen und nüchternen Holländer im tiefsten Inneren feurig und leidenschaftlich? Falls ja, würde dies erklären, weshalb Spanien ein so beliebtes Reiseziel darstellt und weshalb der Flamenco in Holland so populär ist. Jede größere Stadt hat populäre Flamenco-Schulen, und wenn spanische Künstler auf holländischen Bühnen auftreten, sind die Karten im Nu vergriffen. Die erste Biennale im Jahr 2006 war deshalb nur eine Frage der Zeit, und seitdem versammeln sich hier alle zwei Jahre die besten spanischen Flamenco-Künstler, um die neuesten Entwicklungen zu präsentieren. Und aufgrund der ‚Fremdbestäubung‘ mit anderen Musikkulturen und -genres bezeichnen die Organisatoren die Veranstaltung als „Flamenco in verschiedensten Tonarten“.

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