De Ploeg im Groninger Museum

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De Ploeg im Groninger Museum

Entdecken Sie die kraftvollen Bilder der Künstler von De Ploeg im Groninger Museum.

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Das Groninger Museum ist das bedeutendste Museum im Norden Hollands. Es ist extrovertiert und vielfarbig, und beherbergt eine vielseitige Sammlung mit Kunst, Design und Mode von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Dazu ein Restaurant des Museumsarchitekten Alessandro Mendini und Gemälde von Künstlergruppe De Ploeg, Rubens und van Gogh: In der ständigen Sammlung des Groninger Museums findet sich so mancher berühmte Name.

Als erstes springt jedoch das Gebäude ins Auge - ein farbenfrohes, spannendes Wahrzeichen der Stadt Groningen.

  • Entdecken Sie die farbenfrohen Werke von Künstlern von De Ploeg.
  • Lassen Sie sich verzaubern von der außergewöhnlichen Museumsarchitektur von Alessandro Mendini.
  • Genießen Sie eine Pause im von Mendini entworfenen Museumscafé.

Die Künstlervereinigung De Ploeg

De Ploeg ist eine 1918 gegründete Künstlervereinigung, die bis heute besteht. Sie entstand als Reaktion auf das damalige künstlerische Klima in der Stadt Groningen: die Möglichkeiten für Ausstellungen und somit künstlerische Weiterentwicklung fanden Künstler zu begrenzt. Die beteiligten Künstler begannen, selbst Ausstellungen und Lesungen zu organisieren, um das Publikum, sowie andere Künstler, über neueste Entwicklungen auf dem Gebiet der bildenden Kunst, Architektur und Literatur zu informieren und einen fruchtbaren Austausch zu ermöglichen.

Die Künstler von de Ploeg

Zu den Initiativnehmern dieser Künstlergruppe gehörten Jan Wiegers, Willem Reinders, Georgen Martens und Jan Altink. Letzterer gab der Vereinigung ihren Namen; seiner Meinung nach musste ein großes Gebiet der modernen Kunst in Groningen erst noch urbar gemacht werden, weshalb er den Namen De Ploeg (Der Pflug) vorschlug.

Die Groninger Kunstszene

Die Glanzzeit der Künstlervereinigung liegt in den 1920er Jahren. Jan Wiegers kehrte 1921 von einem Aufenthalt im Sanatorium in Davos zurück, wo er den deutschen Künstler Ernst Ludwig Kirchner kennengelernt hatte. Wiegers bewunderte Kirchners expressionistischen Stil, vor allem die starken Farbkontraste, die kantige Linienführung und die impulsive Pinselführung in dessen Bildern, und brachte die Begeisterung für diese Form des Expressionismus nach Groningen mit.

Obwohl das Werk und die Hintergründe der Mitglieder sehr verschieden waren, gibt es doch ein verbindendes Merkmal, das die meisten Werke auszeichnet, nämlich die oft expressive Verwendung von Farbe. Eine weitere Übereinstimmung der Künstler ist die Wahl der Sujets – bei fast allen Mitgliedern sind Landschaftsbilder und Porträts viel vorkommende Motive.

Große Meister: Werkman, Wiegers, Dijkstra und Altink

Innerhalb der Künstlervereinigung entwickelten sich zwei verschiedene Richtungen: eine expressionistische Ausrichtung, die deutlich von Kirchner beeinflusst war, und eine abstrakt-konstruktivistische Richtung. Der Expressionismus von Wiegers und Altink orientierte sich an der expressionistischen Bewegung in der deutschen Kunst. Andere Künstler, wie Johan Dijkstra, waren eher von Van Gogh beeinflusst.

Die abstrakt-konstruktivistische Richtung ist mit den Werken von Hendrik Werkman – der sich auch literarisch betätigte – und Jan van der Zee repräsentiert.

Meisterwerke von De Ploeg im Groninger Museum

Die Künstlervereinigung hatte kein feststehendes inhaltliches Programm. Jeder, der sich ‚ernsthaft‘ mit Kunst beschäftigte, konnte Mitglied werden. Die beteiligten Künstler – und ihre Werke – zeichneten sich vielmehr durch ihre regionale Bindung und eine deutliche internationale künstlerische Orientierung aus. Die Künstler stellten sich gegen vorher geltende Kunstauffassungen, was das Publikum zunächst erschreckte. Denn plötzlich gab es farbige Flächen, starke Farbkontraste und kantig deformierte Formen. Aufgrund dessen verkauften die Künstler von De Ploeg anfangs nur wenige Arbeiten.

Dies änderte sich ab den 1950er Jahren, als die Werke auf eine stärkere Resonanz trafen und ihnen auch international die entsprechende Anerkennung zu Teil wurde. Das Groninger Museum spielte hierin mit seiner Ankaufpolitik eine wichtige Rolle; es verfügt über eine große Sammlung dieser besonders farbenprächtigen Malerei.

Neuerwerbung

Das Gemälde Schip met rood zeil, 1917 (Schiff mit rotem Segel), ein wichtiges Werk von Jan Altink, ist seit kurzem im Groninger Museum zu sehen. Es ist ein wunderbares Beispiel der expressionistischen Malerei innerhalb der Groninger Künstlervereinigung De Ploeg. Mit diesem Bild präsentierte Altink einen spezifischen Aspekt der Groninger Landschaft auf sehr gewagte Weise. Dieses Gemälde wird, neben vielen anderen Werken von De Ploeg, in der ständigen Sammlung des Groninger Museums präsentiert.

Wir empfehlen: Begehung des 100 jährigen Jubiläums von De Ploeg im Jahr 2018

Nächstes Jahr, 2018, ist es genau 100 Jahre her, dass eine Gruppe junger Groninger Künstler die Künstlervereinigung De Ploeg gründete. Anlässlich des 100jährigen Jubiläums richtet das Groninger Museum dieser Künstlervereinigung eine große Ausstellung aus, die deren bedeutendsten Jahre thematisiert. Außer der Ausstellung werden viele Aktivitäten in Groningen organisiert, wie Symposien, Musikaufführungen und spezifische Wanderrouten in der Region.

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