Arp: The Poetry of Forms

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20. Mai 2017 - 17. September 2017

Arp: The Poetry of Forms

Entdecken Sie die Ideenwelt von Hans Arps zwischen Poesie und bildender Kunst, Wort und Bild

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Das Kröller-Müller Museum im Naturpark Hoge Veluwe  präsentiert vom 20. Mai bis 17. September 2017 die Ausstellung „Art: The Poetry of Forms“ von Hans (Jean) Arp (Straßburg 1886 – Basel 1966).

Mit dieser großen Übersichtsausstellung des deutsch-französischen Künstlers ehrt das Museum den Künstler, dessen Werk Wolkenhirt (1953) bereits seit Eröffnung des Skulpturengartens im Jahre 1961 allen anderen Skulpturen die Show stiehlt. Es ist auch die erste Ausstellung zum Werk von Hans Arp in den Niederlanden seit den sechziger Jahren.

  • Entdecken Sie die Poesie von Hans Arp.
  • Wandern Sie mit Arp zwischen den Welten von Wort und Bild.
  • Lassen Sie sich diese einmalige Chance für Kunst-, Natur- und Poesieliebhaber nicht entgehen.

Avantgarde

Der deutsch-französische Bildhauer, Maler und Dichter war einer der innovativsten und einflussreichsten Künstler der europäischen Avantgarde. Arp begann seine künstlerische Laufbahn als Dichter und entwickelte sich später zum Maler, Bildhauer und Graphiker. Neben etwa 80 Werken aus dem Bereich der bildenden Kunst – Zeichnungen, Collagen, Bildern, Holzreliefs und Skulpturen – werden auch einige von Arps Gedichten, Schriften und Publikationen ausgestellt.

Zu Arps umfangreichen Netzwerk zählte unter anderem Theo van Doesburg, Mitbegründer von De Stijl, jener Künstlervereinigung, deren Gründung sich dieses Jahr zum hundertsten Mal jährt. Die enge Beziehung zwischen den beiden Künstlern war auch der Anlass für diese Ausstellung im Kröller Müller Museum.

Wort und Bild

Im Mittelpunkt der Ausstellung Arp: The Poetry of Forms steht die ständige Wechselwirkung zwischen bildender Kunst und Poesie in Arps Oeuvre, sowie Humor und Verspieltheit seiner Werke. Die Leichtigkeit, mit der der im zweisprachigen Elsass aufgewachsene Arp zwischen den Sprachen und Kulturen einerseits und zwischen bildender Kunst und Poesie andererseits wechselt, kennzeichnet Arps gesamtes Schaffen. Die Ausstellung präsentiert die eindeutige Verbindung zwischen Wort und Bild in seinem Werk.

Kunst und Natur

Arp entwickelte eine Bildsprache, mit der er nach dem Tiefpunkt des Ersten Weltkriegs eine neue Ordnung schaffen und die Beziehung zwischen Mensch, Objekt und Natur neu gestalten wollte. Eine wichtige Rolle spielte sein Verständnis der Beziehung zwischen Kunst und Natur: Kunst sollte die natürliche Welt nicht nachbilden, sondern vielmehr ihrer eigenen Natur folgen. Arp wollte vielmehr neue, eigenständige Formen aus einem eigenen Kern entwickeln, was er als „konkrete Kunst“ bezeichnete.

Stabiles – Concrétions – Constellations

Die Ausstellung beinhaltet Werke aus Arps gesamtem Schaffen, wobei der Schwerpunkt auf den Jahren 1920-1935 liegt, als er den Wechsel von Holzreliefs und so genannten „Stabiles“ (frei stehenden flachen Skulpturen) zu rein abstrakten Werken vollzog, die er als „Concrétions“ (Verkörperungen) bezeichnete, da sie wie reale Objekte im Raum stehen. In seiner Vision keimen und wachsen sie im menschlichen Geist parallel zu den Wachstumsprozessen in der Natur: „L’art est un fruit“ (Kunst ist eine Frucht).

Kooperationen

Als wichtiges Mitglied von Gruppen und Strömungen wie Dada, Surrealismus und Abstraction-Création übte Arp großen Einfluss auf bedeutende künstlerische Bewegungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus. Die Arbeiten mit anderen Dichtern und Künstlern wie Richard Huelsenbeck, Tristan Tzara und El Lissitsky waren für ihn wesentlicher Bestandteil seiner künstlerischen Tätigkeit. Die Zusammenarbeit mit Van Doesburg wird in einer separaten Präsentation gewürdigt, die sich mit der Einrichtung des großen Kultur- und Vergnügungszentrums Aubette in Straßburg befasst.

Wir empfehlen

Anlässlich des 100-jährigen Bestehens von De Stijl sind auch in der Region Gelderland besondere Ausstellungen zu besuchen. Im Rahmen des Themenjahres Von Mondrian bis Dutch Design kann man in der Villa Mondrian die Ausstellung „Figuration in De Stijl“ noch bis Anfang September besuchen.

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Arp: The Poetry of Forms
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