Genever

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Von den zahlreichen typischen holländischen Getränken ist Genever vielleicht eines der bekanntesten. Ursprünglich handelte es sich um einen Malzwein, dem Extrakte der Wachholderbeere hinzugefügt wurden. Seit Ende des 19. Jahrhunderts kommt häufig neutraler Ethylalkohol hinzu, und dieser Schnaps wird in praktisch allen Cafés Hollands unter der Bezeichnung ‚jonge’ (junger) oder ‚oude jenever’ (alter Genever) ausgeschenkt. Und auch wenn der Genever-Konsum langsam zurückgeht, ist es nach wie vor das populärste ‚Schnäpschen’.

Medizinisch empfohlen?

Bereits im Mittelalter waren wir in Holland mit Spirituosen in Form von Brandwein vertraut. Diese Getränke hatten häufig einen medizinischen Hintergrund und wurden insbesondere zu Zeiten der Pestepidemien verabreicht. Im Laufe der Zeit gab man bestimmte Kräuter hinzu, denen eine medizinische Wirkung zugesprochen wurde. Insbesondere die Version mit der Wachholderbeere wurde stets populärer.

Kneipengespräche

In den holländischen Cafés wird Genever in einem Schnapsglas in Form eines Kelchs oder in einem Shot-Glas ausgeschenkt. Häufig wird das Glas so vollgeschenkt, dass sich die Flüssigkeit über dem Glas sogar ein wenig wölbt und man deshalb gleich am Tisch einschenkt. Den ersten Schluck nimmt man dann zu sich, solange das Glas noch auf der Theke oder auf dem Tisch steht. Falls Sie Genever kosten möchten, tun Sie das bitte mitMass, denn mit über 40 % Alkohol ist dieses Getränk doch ziemlich stark.