Future Affair installation with open doors
Future Affair installation with open doors
Foto: © LNDWStudio
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Neues von der „Dutch Design Week“ in Eindhoven

5. Okt. 2021

Die Dutch Design Week ist zurück in Eindhoven! Nach einer digitalen Ausgabe im letzten Jahr findet sie vom 16. bis zum 24. Oktober wieder live statt. An 120 Orten in der Stadt präsentieren über 2.600 Designer*innen ihre Arbeiten. Bereits seit 1998 ist Eindhoven Austragungsort der Dutch Design Week. Mehr als 350.000 internationale Design-Interessierte zieht es jedes Jahr zu dem größten Design-Event Nordeuropas. Das Thema der diesjährigen Ausgabe lautet „The Greater Number“, Die Größere Anzahl. Ist der Weg, den wir nach der Corona-Krise einschlagen wollen, derselbe, den wir in den letzten Jahrzehnten gegangen sind, angetrieben von wirtschaftlichem Wachstum? Antworten auf diese Frage und die Suche nach dem richtigen Maß an Produktion und Konsum spiegeln sich in den Programmpunkten und den Arbeiten auf der Dutch Design Week wider.

Das vielfältige Programm von „The Greater Number“ soll zum Nachdenken und zur Veränderung aufrufen und neue Perspektiven für die Zukunft aufzeigen. So zeigt Laura A Dima unter dem Namen „Future Affair“ einen Roboter, der menschliche Berührungen simulieren und so eine haptische Erfahrung ohne Ansteckungsgefahr bieten kann. „Phood Farm“ hingegen präsentiert, wie man in der Stadt auf nachhaltige Weise gesunde Lebensmittel anbauen kann. Mit Hilfe spezieller Technologien können Pflanzen mit einem 90% geringeren Wasserverbrauch angebaut werden. Im „FLORAL LAB.“ zeigt Sari Rikken, wie Blumen mit Hilfe einer aus mehreren Modulen bestehenden Vase zu einem gesunden Lebensstil beitragen und die Umweltschäden des Massenproduktes Blume reduziert werden können.

Dutch Design

Der Begriff Dutch Design erlangte 1993 während der Designwoche in Mailand größere Bekanntheit. Unter dem Namen „Droog“ wurden auf der internationalen Messe die Arbeiten junger niederländischer Designer*innen präsentiert. Mit ihren neuartigen Ideen zogen sie die Aufmerksamkeit auf sich. Man sprach von einer neuen Welle niederländischen Designs. Verband man Dutch Design in seinen Anfängen vor allem noch mit Möbeln, ist es heutzutage in allen denkbaren Disziplinen zu finden. Sei es bei Dienstleistungen, in der Mobilität, in Architektur und Inneneinrichtung, im Handwerk, im Gesundheitssektor und in vielen anderen Bereichen.

Dutch Designs sind minimalistisch, experimentell, innovativ, unkonventionell und haben Sinn für Humor. Futuristische Entwürfe bieten einen neuen Blick auf die Funktion eines Designs. Vertreter des Dutch Design sind unter anderem Rem Koolhaas, Marcel Wanders, Piet Hein Eek, Maarten Baas und Studio Drift in Amsterdam, aber auch die Modedesigner Viktor und Rolf aus Arnheim. Ein bekanntes Beispiel für Dutch Design ist die Lichtkunst von Daan Roosegaarde auf dem weltberühmten Afsluitdijk. Anders als der Name vermuten lässt, bezieht sich Dutch Design aber nicht nur auf niederländische Designs, sondern stellt vielmehr eine Mentalität dar, unabhängig von der Nationalität der Designerin oder des Designers.

Dutch Design in niederländischen Museen

Verschiedene niederländische Museen haben Dutch Design in ihrer Sammlung, oder das Gebäude und die Einrichtung selbst sind bereits ein Beispiel dafür:

Rotterdam

  • Kunsthalle Rotterdam
  • Neues Institut
  • Museum Boijmans Van Beuningen (vorübergehend geschlossen) + Depot Boijmans Van Beuningen (geöffnet ab 6. November)

Eindhoven

  • Mu
  • Van Abbemuseum

Tilburg

  • Textilmuseum
  • De Pont

Amsterdam

  • Stedelijk Museum Amsterdam

Utrecht

  • Zentralmuseum
  • Rietveld-Schröder-Haus    

Auf der Website der Dutch Design Week finden Sie mehr Informationen zum Programm und zum Ticketverkauf.

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