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Pandas besuchen, Käse herstellen, Hexen-Zertifikat erwerben – die Top 12 in der Region Utrecht

23 Mai 2019

Die Region rund um Utrecht punktet mit ihrer Vielseitigkeit: mit Wäldern, Flusslandschaften und Poldern, kleinen historischen Dörfern mit dem Flair längst vergangener Tage, Schlössern, Forts und Befestigungsanlagen, aber auch mit städtischem Leben in Utrecht und Amersfoort entlang von Grachten und in trubeligen Gassen. Hier lässt sich Land- und Stadtleben wunderbar und stressfrei verbinden – und die Entfernungen sind kurz!

1. Markantes Symbol Utrechts: der Domturm

Seit dem Ende des 14. Jahrhunderts bestimmt der 112 Meter hohe gotische Domturm die Silhouette von Utrecht. Von überallher in der Stadt ist er zu sehen: der Uhrturm, der durch ein bedauerliches Unglück von der Kirche getrennt wurde und nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen ist. Bei einem Utrecht-Besuch ist er ein absolutes Muss. Nach 465 Stufen ist der Turm bezwungen und die Aussicht auf Stadt und Umgebung überwältigend.

2. De Stijl lässt grüßen: das Rietveld-Schröder-Haus in Utrecht

Das denkmalgeschützte Haus ist das berühmteste Bauwerk Utrechts und auch auf der Liste des UNESCO-Welterbes zu finden. Der bekannte Architekt Gerrit Rietveld, übrigens ein Sohn der Stadt, errichtete das Wohnhaus im Auftrag der Witwe Truus Schröder. Berühmtheit erlangte es, weil es das einzige Bauwerk überhaupt ist, das nach den architektonischen Prinzipien der berühmten Kunstrichtung De Stijl errichtet wurde. Während einer Führung kann man hier auf Ent-
deckungsreise gehen.

3. Wiegen für die Wahrheit: die Hexenwaage in Oudewater

Nur gut 40 Minuten von Utrecht entfernt, dreht sich alles um die Hexenverfolgung. Als Hexe oder Hexer bezeichnet zu werden, konnte bis ins 16. Jahrhundert auf dem Scheiterhaufen enden. Doch wer auf die Waage in Oudewater stieg, bekam ein Zertifikat mit dem Nachweis, sich nicht der Hexerei schuldig gemacht zu haben. Oudewater war die einzige europäische Stadt, die seinerzeit ein Privileg für ein gerechtes Wiegeverfahren erhalten hatte. Die historische Waage von 1482 ist heute noch zu besichtigen, und wer mag, kann sich wiegen lassen und seinen Nachweis – „Certificaet of Weginghe” – mit nach Hause nehmen.

4. Alles Käse: das Käselager in Woerden

Zum Woerdener Kaaspakhuis gelangt man von Utrecht in einer guten halben Stunde. In dem alten Lagerhaus stapeln sich die runden sattgelben Käselaibe, einer neben dem anderen. Das ist nicht nur hübsch anzusehen, auf einer Führung erfährt man hier auch alles über die moderne Käseproduktion. Wer mag, stellt seinen Käse selbst her. Und kauft dann noch den ein oder anderen Bauernkäse auf dem hollandweit bekannten Käsemarkt am Samstag.

5. Zinne über Zinne: Kasteel de Haar

Nur einen Katzensprung von Utrecht entfernt, stößt man auf das größte Schloss der Niederlande, das Kasteel de Haar. Eine reiche Adelsfamilie ließ die gewaltige Burganlage mit Türmen und Türmchen, Zinnen und Erkern von 1892 bis 1912 bauen – Luxus und Modernität standen dabei im Vordergrund: Elektrische Beleuchtung und Zentralheizung waren nur zwei der Annehmlichkeiten, die übrigens auch schon Brigitte Bardot, Yves Saint-Laurent, Maria Callas und viele andere Prominente zu schätzen wussten. Der großzügige Park besticht mit breiten Alleen, gewundenen Pfaden, Teichen und Wassergräben, Labyrinth und Wild-park. Auf einer Audiotour entdeckt man die schönsten Ecken des Parks.

6. Wissen, wie der alte Adel wohnte: Schloss Zuylen

Direkt vor den Toren Utrechts liegt Schloss Zuylen. Das Bauwerk an der Vecht stammt ursprünglich aus dem Jahr 1520 und seit dem 18. Jahrhundert wurde hier baulich nichts mehr verändert. Man taucht ein in bewegte Zeiten und erfährt viel über die Geschichte des Utrechter Adels, über seinen Alltag und seine Wohnkultur. Zum Schlossmuseum gehören neben dem gut erhaltenen Schloss selbst der schöne englische Landschaftsgarten und die 120 Meter lange „Schlangenmauer”.

7. Verteidigung auf Holländisch: das Wasserlinienmuseum

Knapp sieben Kilometer südlich von Utrecht wartet im strategisch ausgezeichnet gelegenen „Fort bij Vechten” ein Museum der be-sonderen Art auf Besucher. Das Waterliniemuseum hat mit der „Neuen Holländischen Wasserlinie” das einzigartige Verteidigungssystem der Niederlande zum Gegenstand: Bei einem Angriff konnte eine Reihe von Poldern knietief geflutet werden, der Feind steckte quasi in der schlammigen Brühe fest. Da der Wasserstand gleichzeitig aber für das Übersetzen mit einem Boot zu niedrig war, kamen die Feinde nur unter großen Mühen voran. Die Niederlande hoffen, mit dieser jahrhun-dertealten genialen Idee im nächsten Jahr auf der UNESCO-Welterbeliste landen zu können. Die Chancen stehen gut!

8. Torburg der besonderen Art: die Koppelpoort in Amersfoort

In der zweitgrößten Stadt der Region Utrecht steht dieses gewaltige Land-und-Wasser-Tor, die sog. Koppelpoort. Es war Teil der städ-tischen Befestigungsmauer und stammt aus dem 18. Jahrhundert. Ein Guide der Gilde Amersfoort macht Besucher mit den Geheimnissen rund um die Torburganlage vertraut und erklärt, was die Koppelpoort mit einer Tretmühle zu tun hat. Wer dieses Tretrad erfolgreich betätigt, erhält von ihm ein „Rädelsführerzertifikat”.

9. Beim Sohn der Stadt: das Mondriaanhuis in Amersfoort

Seit Kurzem ehrt Amersfoort seinen wohl bekanntesten Bürger mit einem eigenen Museum: Piet Mondriaan, den Mitbegründer von De Stijl, einen der wichtigsten Vertreter des niederländischen Konstruktivismus und der Konkreten Kunst. Das Geburtshaus des Künstlers ist in ein spannendes Museum umgewidmet worden. Hier kann man nicht nur bedeutende Werke sehen und selbst, von Mondriaan inspiriert, ein Kunstwerk schaffen, sondern auch mithilfe audiovisueller Technik verstehen lernen, wie der Maler ,tickte’.

10. Zu Gast bei den Streitkräften: Nationales Militärmuseum

Keine zehn Kilometer von Amersfoort entfernt, liegt der ehemalige Militärflugplatz Soesterberg. Wo einst Düsenjäger in den Himmel stiegen, liegt heute das Nationale Militärmuseum der Niederlande. Wer Zeuge der militärischen Luftfahrtgeschichte des Landes werden möchte, ist hier genau richtig. Auf eigene Faust kann er zwischen Flugzeugen, Panzern und Kanonen umherstreifen und alles über die Geschichte der Streitkräfte erfahren – inklusive ,Flug’ in einer F-16.

11. Reich an Traditionen: Museumshafen Spakenburg

Gut 20 Minuten nördlich von Amersfoort liegt im Nationalpark Arkemheen-Eemland das alte Fischerdorf Spakenburg am Eemmeer. Im Museumshafen aus dem 13. Jahrhundert reihen sich idyllisch die vielen alten Segelschiffe aneinander, mit denen es früher auf die Zuiderzee – das heutige IJsselmeer – zum Fischfang ging. Besonders schön sind hier die Festtage im Sommer und Herbst, wenn die alten Trachten aus dem Schrank geholt werden.

12. Von Pelikanen und Pandas: Ouwehands Dierenpark Rhenen

Ganz in der südöstlichsten Ecke der Region Utrecht liegt der Zoo von Rhenen, der alles andere als ein gewöhnlicher Tiergarten ist. Einzigartig in den Niederlanden sind die beiden Riesenpandas Xing Ya und Wu Wen. Doch damit nicht genug: Hier leben auch Gorillas, Braunbären, Eisbären, Pelikane und noch viele andere Tiere, viele von ihnen in großzügigen und naturnah gestalteteten Gehegen. Der Tierpark hat sich übrigens ehrgeizige Ziele gesetzt: Er möchte das Verständnis der Menschen für die Natur fördern und sie darüber hinaus für Naturschutz sensibilisieren.

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