Amsterdam: Wiege des Goldenen Zeitalters

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Amsterdam: Wiege des Goldenen Zeitalters

Erkunden Sie das Goldene Zeitalter in Amsterdam, wo der Welthandel, unglaublicher Wohlstand und berühmte Kunst aufeinander trafen.

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Im Goldenen Zeitalter in Holland während des 17. Jahrhunderts entwickelte sich Amsterdam zu einem der weltweit wichtigsten Handelszentren. Mit dem Handel kam der Wohlstand, und mit dem Wohlstand erblühten Kunst und Wissenschaft. Amsterdam wurde zu einem lebendigen kulturellen Zentrum, und viele der Errungenschaften und Fortschritte dieser Zeit beeinflussen uns noch heute. Darunter die Gemälde der holländischen Meister: Die Schönheit und Einfühlsamkeit ihrer Portraits von Menschen und vom Leben selbst bewundert man bis heute.

  • Erkunden Sie den Reichtum an Kunst aus dem Goldenen Zeitalter in Amsterdams wichtigsten Museen.
  • Sehen Sie selbst, wie schnell sich die Stadt Amsterdam während des Goldenen Zeitalters entwickelte.
  • Verfolgen Sie die Spuren des Goldenen Zeitalters, die nach wie vor in Amsterdam zu finden sind.

Eine internationale und tolerante Metropole

Die Anfänge von Hollands Goldenem Zeitalter fielen mit dem Aufstand gegen den König von Spanien in den sieben Provinzen (Holland, Friesland, Gelderland, Groningen, Utrecht, Zeeland und Overijssel) zusammen. In dieser Periode kamen zwei Gruppen von Einwanderern nach Holland: Sephardische Juden, die vor der Verfolgung aus Spanien und Portugal nach Amsterdam mit seiner weitgehenden Religionsfreiheit flohen, und Auswanderer aus Antwerpen und anderen flämischen Städten unter spanischer Herrschaft. Zahlreiche weitere Einwanderer aus Europa kamen zu jener Zeit nach Amsterdam, Haarlem und in andere aufstrebende holländische Städte, um dort ihr Glück zu versuchen. Darunter auch viele Kaufleute und Intellektuelle mit internationalen Verbindungen. Ohne sie wäre das Goldene Zeitalter Hollands nicht denkbar gewesen. Um das Jahr 1600 war jeder dritte Amsterdamer ein Einwanderer.

Die jüdische Gemeinschaft lebte im heutigen Joods Cultureel Kwartier (Jüdischen kulturellen Viertel). In dessen Zentrum befindet sich die wunderschöne Portugiesische Synagoge, in der Nähe des heutigen Waterlooplein und des grünen Viertels Plantage. Diese Synagoge wurde 1675 erbaut und wird nach wie vor genutzt, ist jedoch auch für Besucher geöffnet. Die beeindruckende Innenausstattung hat sich seit ihrer Erbauung nicht geändert. Sie finden hier weder Heizung noch Elektrizität, und abends wird die Synagoge mit über Tausend Kerzen beleuchtet.

Handel und Entdeckung: Von Amsterdam aus in die ganze Welt

Als Amsterdam die Stadt Antwerpen als führendes Handelszentrum der Region ablöste, segelten holländische Schiffe um die Welt und kamen beladen mit Gewürzen und anderen Handelswaren aus dem heutigen Indonesien, Indien und Sri Lanka zurück. Amsterdam wurde zur weltweit ersten Börse, und der Handel mit und die Verarbeitung von Waren, wie Tulpenzwiebeln, Käse, Hering und Gewürzen bescherte der Stadt spektakulären Wohlstand. Und mit der Gründung der Vereinigten Ostindischen Kompanie (VOC) im Jahr 1602 – dem ersten multinationalen Unternehmen der Welt – war die Position Hollands als wirtschaftliche Supermacht besiegelt. Die VOC hatte Kammern in Amsterdam, Delft, Rotterdam, Middelburg, Enkhuizen und Hoorn. Die Westindische Kompanie folgte, und damit der Handel mit Zucker, Tabak, Gold … und leider auch mit Menschen. Die Sklaverei war ein dunkles Kapitel, dennoch unlösbar mit den wirtschaftlichen Erfolgen jener Zeit verbunden, und bis heute unvergessen. Jedes Jahr erinnert Amsterdam am 1. Juli an seine Rolle im Sklavenhandel und feiert dessen Abschaffung zu diesem Datum im Jahr 1863.

Der Umfang und der Einfluss von Amsterdams Seefahrer-Heldentaten und internationalen Handelsaktivitäten sind umfassend im Nationaal Scheepvaartsmuseum (Nationales Schifffahrtsmuseum) dokumentiert, das im ehemaligen Marinedepot Kattenburg, östlich vom Stadtzentrum gelegen ist. Sie finden hier eine interaktive Ausstellung zum Goldenen Zeitalter und sogar die originalgetreue Replik eines VOC-Schiffes, die Amsterdam.

Die Entstehung des Goldenen Zeitalters in Amsterdam

Dank Amsterdams Erfolg verdoppelte sich seine Einwohnerzahl von 1570 bis 1600 auf insgesamt 60.000, und die Infrastruktur musste dringend erweitert werden. Im Zuge dieser Erweiterungsmaßnahmen entstand der weltberühmte Grachtengürtel. Und die Bevölkerung Amsterdams wuchs und wuchs. Bis 1670 lebten nicht weniger als 220.000 Menschen in der Stadt. Amsterdams urbane Entwicklung, sein explosives Wachstum und wie sich die Stadt dadurch verändert hat, ist deutlich im Amsterdam Museum und im Grachtenhuis Museum zu sehen, in denen die Geschichte der Stadt dokumentiert ist. Neben Kunstwerken und anderen Objekten aus dieser Zeit ist der Grachtengürtel das perfekte Zeugnis des Goldenen Zeitalters in Amsterdam. Über 400 Jahre nach seinem Entstehen erstaunt dieses UNESCO-Weltkulturerbe Besucher mit seiner Schönheit, seiner historischen Architektur und seinen eindrucksvollen Sehenswürdigkeiten.

Ein Goldenes Zeitalter für Kunst, Wissenschaft und Kultur

Die religiöse und intellektuelle Freiheit Amsterdams und der enorme Wohlstand des Landes förderten auch Wissenschaft und Kunst, vor allem die Malerei. Mit der Entstehung der Republik der Niederlande nach dem Aufstand gegen die spanische Herrschaft waren es nicht länger die herrschende Aristokratie oder die katholische Kirche, die Kunstwerke in Auftrag gaben, sondern Bürger unterschiedlicher Herkunft und häufig mit kleineren Häusern. Die neuen Mäzene von Künstlern wie Rembrandt, Vermeer, Frans Hals und Jan Steen waren wohlhabende Kaufleute, weshalb sich der künstlerische Fokus von hauptsächlich religiösen, biblischen Motiven auf weltlichere Themen verlagerte.

Das öffnete den Weg für einen Prozess der unglaublichen Neubelebung und ungeahnte atemberaubende künstlerische Triumphe. Stillleben von alltäglichen Objekten, Portraits und Landschaftsbilder und Seelandschaften, die Hollands Seemacht feierten, waren populär, ebenso wie Gruppenportraits von Gilden, Bürgerwehren und anderen Vereinigungen, die in der holländischen Gesellschaft eine große Rolle spielten. Rembrandts „Nachtwache“, die im Rijksmuseum in Amsterdam zu bewundern ist, mag das berühmteste Beispiel für derartige Gruppenportraits sein, aber es sind sowohl in diesem Museum als auch in der Hermitage Amsterdam mit seiner bemerkenswerten Portrait Gallery of the Golden Age (Holländer des Goldenen Zeitalters) viele weitere zu finden. Für eine intimere Perspektive der künstlerischen Entwicklung im Amsterdam des Goldenen Zeitalters besuchen Sie das Rembrandthuis Museum nahe dem betriebsamen Markt am Waterlooplein, das sorgfältig instand gesetzte Gebäude, in dem der Künstler lebte und arbeitete.

Buche Ihre Eintrittskarten

Die beste Art, um das Amsterdam des Goldenen Zeitalters zu erleben, ist von den Grachten aus, die im Zuge der Stadterweiterung im 17. Jahrhundert entstanden. Reservieren Sie eine Grachtenrundfahrt, und erleben Sie die reiche Geschichte Amsterdams vom Wasser aus.

Tauchen Sie ein in das Amsterdam des Goldenen Zeitalters, und reservieren Sie Ihre Museum-Eintrittskarten online. Vermeiden Sie lange Warteschlangen am Eingang, dann haben Sie mehr Zeit, um die Kunst und die Geschichte der Stadt zu genießen.

Wir empfehlen: Folgen Sie den Spuren des Goldenen Zeitalters nach Haarlem, um den künstlerischen Einfluss von Frans Hals und seinen Zeitgenossen zu entdecken. Oder tauchen Sie noch tiefer in die Handelsgeschichte Hollands ein, und informieren Sie sich über den Einfluss der VOC in Enkhuizen und Hoorn.

Das Goldene Zeitalter in Holland

Besuchen Sie die Städte im Zentrum des Goldenen Zeitalters Hollands, und entdecken Sie die künstlerische Entwicklung des Landes.

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